Brunnenbauer/in.

Gehalt:
950 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
3 Jahre
Ausbildung Brunnenbauer/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Idealerweise einen Hauptschulabschluss oder einen höheren Schulabschluss

    • Gute Noten in Mathe und Physik

    • Ein Händchen für Technik

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Räumliches Vorstellungsvermögen hast

    • Eine gute Auge-Hand-Koordination besitzt

    • Handwerklich geschickt und körperlich belastbar bist

  2. Dein Arbeitsalltag – Wasser marsch!

    Berufsbild Brunnenbauer/in

    Damit Wasser aus dem Hahn kommt, so wie du es von Zuhause gewöhnt bist, muss zunächst eine Wasserquelle erschlossen werden, aus der über Rohre das Trinkwasser zu dir ins Badezimmer geleitet wird. In deiner Ausbildung zum/zur Brunnenbauer/in lernst du, wie du eine solche unterirdische Wasserquelle findest, einen Brunnen gräbst und Wasseraufbereitungsanlagen installierst, damit schließlich Wasser aus dem Hahn kommt.

    Dabei bist du häufig unterirdisch unterwegs, denn du führst Bohrungen durch, um tiefliegende Wasservorräte zu erschließen. Um zu erfahren, wo genau sich Trinkwasser befindet, sind zunächst Probebohrungen angesagt. Dann richtest du die Baustelle ein, bohrst Brunnenschächte und verlegst Rohre. Am Ende baust du Pumpwerke ein, um das Wasser schließlich nach oben zu befördern.

    Dein geologisches Wissen hilft dir, bereits an der Baustelle die Bodenbeschaffenheit festzustellen. Du planst, welche Materialien und Geräte für die Bohrung benötigt werden. Je nach Untergrund kommen verschiedene Geräte zum Einsatz. So wird zum Durchbohren von Fels ein sehr harter Bohrkopf benötigt. Das kann auch gefährlich sein, deshalb ist deine Kontrolle hier ständig gefragt: während der Bohrung müssen die Umdrehungszahl und der Anpressdruck genau stimmen, da sonst der Bohrkopf zu früh verschleißt. Aber keine Sorge, nach einiger Zeit wirst du bald an der Vibration des Bohrgestänges merken, ob alles nach Plan verläuft.

    Dennoch ist es wichtig, dass du immer sehr sorgfältig arbeitest. Schließlich droht sonst die Gefahr, dass das Erdreich ins Rutschen gerät und der Schacht wieder einstürzt. Aufgrund der teilweise sehr tiefen Bohrungen musst du die deine Baustelle deshalb auch besonders sichern.

    Deine Arbeit endet aber nicht mit der Fertigstellung des Brunnens, denn auch Sanierung und Instandhaltung stehen in deiner Ausbildung zum/zur Brunnenbauer/in auf deinem Lehrplan. Dazu wendest du mechanische, hydraulische und chemische Verfahren an. Du pumpst Brunnen aus und reinigst sie mit Ultraschall, Bürsten und Spülungen.

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  4. Theorie & Praxis – bohren, aber richtig.

    Brunnenbauer/in Gehalt

    Deine Ausbildung zum/zur Brunnenbauer/in dauert drei Jahre. Die Ausbildung ist dual aufgebaut, also sind deine Lernorte der Ausbildungsbetrieb und die Berufsschule.

    Im Ausbildungsbetrieb lernst du, worauf du beim Prüfen, Lagern und Auswählen von Bau- und Bauhilfsstoffen achten musst. Auch die Herstellung von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton wirst du bald perfekt beherrschen. Bald schon studierst du Zeichnungen und Skizzen wie ein Profi. Ausführungszeichnungen anfertigen ist für dich auch kein Problem mehr.

    Schritt für Schritt erfährst du, wie Bohrungen richtig durchgeführt werden. Hierbei wirst du zum/zur Meister/in des Trocken- und des Spülbohrverfahrens. Bald schon kannst du wie im Schlaf Schachtbrunnen herstellen und kennst dich perfekt mit der Installation von Wasseraufbereitungsanlagen aus.

    Auch das Sanieren von alten Brunnen ist für dich bald kein Problem mehr. In deinem Ausbildungsbetrieb wird man dir außerdem alles Wissenswerte zum Thema Umweltschutz vermitteln.

    In der Berufsschule werden deine praktischen Erfahrungen durch nützliches Wissen ergänzt. Während du die Schulbank drückst, lernst du alles über das Einrichten einer Baustelle, das Erschließen und Gründen eines Bauwerks und das Mauern eines einschaligen Baukörpers. Wie erkunde ich den Baugrund? Wie baue ich eine Rohrleitung ein? Wie stelle ich eine Grundwassermesstabelle her? Auf alle diese Fragen wirst du schon sehr bald eine Antwort wissen. Neben diesen spezifischen Kenntnissen, erwirbst du in der Berufsschule auch Wissen in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschaftskunde. Hinzu kommt, dass man dich in Sachen Rechte und Pflichten aufklärt.

    Du hast deine Ausbildung zum/zur Brunnenbauer/in erfolgreich abgeschlossen und möchtest die Karriereleiter nun weiter empor steigen? Du kannst nach deiner Ausbildung zum/zur Brunnenbauer/in deine/n Brunnenbaumeister/in machen, um so mehr Verantwortung auf der Baustelle übernehmen zu können. Auch der/die Techniker/in ist eine spannende Fortbildung mit vielen Fachrichtungen, wo du nach deinen Fähigkeiten und Neigungen gehen kannst.

    Außerdem kannst du die Zusatzqualifikation zum/zur Europaassistenten/in im Handwerk machen. Hier baust du deine interkulturellen Kompetenzen auf und verbesserst deine Fremdsprachenkenntnisse. Ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Weiterbildung ist ein spezieller Berufsschulunterricht, bei dem du zum Beispiel in Europäischem Waren- und Wirtschaftsrecht geschult wirst und ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland machst. Mit dem passenden Schulabschluss steht natürlich auch einem Studium im Ingenieurswesen nichts mehr im Wege – auch hier kannst du dich in Sachen Wasser spezialisieren und zum Beispiel Wasserbauingenieurswesen oder Wasser- und Bodenmanagement studieren.

  5. Dein Arbeitsumfeld – direkt an der Quelle.

    Brunnenbauer/in Bilder

    Du machst deine Ausbildung zum/zur Brunnenbauer/in bei Bauunternehmen des Tiefbaus und des Spezialtiefbaus, bei der Baustellenvorbereitung oder im Bereich der Wasserversorgung.

    Alle gemein haben, dass du während deiner Ausbildung zum/zur Brunnenbauer/in viel Zeit draußen auf Baustellen verbringen wirst – ein Blaumann sowie Schutzkleidung wie festes Schuhwerk und ein Helm sind also Pflicht. Allzu wetterfühlig solltest du hier nicht sein, da du sowohl bei Hitze als auch bei Kälte raus auf die Baustelle musst. Dabei sind große Maschinen wie Schlagbohrer oder Rammgeräte dein Arbeitswerkzeug – geräuschempfindlich bist du deshalb nicht.

    Aber du arbeitest nicht nur mit technischen Geräten, auch Handarbeit ist gefragt und so greifst du nicht selten zur Maurerkelle oder der Schaufel. Körperliche Fitness ist deshalb eine Grundvoraussetzung, auch weil du nicht selten über Kopf, kniend oder in gebückter Haltung arbeitest.

    In deiner Ausbildung zum/zur Brunnenbauer/in wird Teamarbeit groß geschrieben und ein abwechslungsreicher Arbeitsalltag erwartet dich. Du hast stets mit wechselnden Anforderungen und Arbeitsbedingungen zu tun – das kann sich auch auf deinen Arbeitsort auswirken, denn nicht selten sind deine Baustellen auch mal überregional oder im Ausland. Du bist also unter Umständen viel unterwegs und erkundest nicht nur das das Erdreich in deiner Nachbarschaft.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Brunnenbauer/in.

    Ø 1. Jahr
    705€
    Ø 2. Jahr
    948€
    Ø 3. Jahr
    1.198€
  7. 4 Ausbildungsplätze für Brunnenbauer/in.

Bist du der/die geborene Brunnenbauer/in?
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