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Revierjäger/in

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Ausbildung Revierjäger/in
Berufsbild Revierjäger
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Revierjäger/in Gehalt
  • Gehalt: 629 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Der Wald ist dein Revier? Du hast eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe und bringst genug Geduld mit, um stundenlang auf dem Hochstand zu verharren? In der Ausbildung zum/zur Revierjäger/in gehst du nicht nur auf die Jagd, sondern schützt auch den Tier- und Pflanzenbestand.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Einen Realschulabschluss

  • Gute Noten in Biologie und Werken

  • Handwerkliches Geschick

  • Einen Jagd- und Führerschein

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Gerne im Freien arbeitest

  • Körperliche Fitness mitbringst

  • Geduldig und aufmerksam bist

  • Zeitlich flexibel und verantwortungsbewusst bist

Ausbildung zum/zur Revierjäger/in: So sorgst du für Recht und Ordnung im Wald

Deine Aufgaben: Hegen, pflegen und jagen

Berufsbild Revierjäger

In der Ausbildung zum/zur Revierjäger/in geht es nicht nur darum, die Anzahl der Wildtiere durch die Jagd zu regulieren, sondern auch den Bestand an Tieren und Pflanzen zu hegen und pflegen. Da große Fressfeinde wie Wölfe oder Bären fehlen, würden ohne Jäger und Jägerinnen kleinere Tiere aussterben, Seuchen entstehen oder Pflanzen und Felder zerstört werden. Du hast die Aufsicht über dein Revier und schützt es, indem du Naturschutzflächen anlegst, Bäume pflanzt oder Brut- und Futterstellen baust.

Durch genaue Beobachtung weißt du, wie groß der Bestand von Wildschweinen, Rehen oder Füchsen in deinem Revier ist. Bei einer Überpopulation jagst du einzelne Exemplare gemäß des Abschussplans. Auf deinem Hochsitz beobachtest du die Tiere mit dem Fernglas und harrst ruhig aus, damit du sie nicht verschreckst. Die Hochsitze errichtest du selbst aus Brettern und hältst sie instand. Bei der Pirsch folgst du zu Fuß Spuren und schleichst dich heran. Jagst du Hasen oder Federwild, steht dir dein Jagdhund zur Seite, der die Fährte aufnimmt und sie verfolgt. Auch Jagden in der Gruppe, so genannte Treibjagde, organisierst du vom Büro aus. Nach der Jagd nimmst du das erlegte Tier aus, untersuchst es auf Krankheiten und verarbeitest das Wildbret für den Verkauf.

Findest du bei deinem täglichen Gang durch dein Revier kranke oder tote Tiere, so genanntes Fallwild, untersuchst du ihren Zustand, verabreichst Medikamente oder erlegst das leidende Tier. Auch durch Rehe oder Wildschweine verursachte Schäden erkennst du sofort und dokumentierst sie. Damit die Waldbewohner keine Jungpflanzen fressen, säst du auf sogenannten Äsungsflächen Futterpflanzen. Bei Schnee und Eis stellst du Krippen auf und füllst sie mit Heu oder Getreide. In der Brutzeit bringst du an den Bäumen Nistkästen für Vögel an. Sogar Ameisen können auf dich zählen, wenn du ihre Hügel mit Gittern vor Eindringlingen schützt.

Theorie und Praxis: Mit Flora und Fauna auf Du und Du

Revierjäger/in Gehalt

Die Ausbildung zum/zur Revierjäger/in dauert drei Jahre und findet dual. Den Arbeitsalltag lernst du in deinem Ausbildungsbetrieb kennen. Das können Forst- und Jagdverwaltungen oder Betriebe der Forstwirtschaft sein. In regelmäßigen Abständen besuchst du auch den Blockunterricht in der Berufsschule im niedersächsischen Northeim, wo du theoretisches Wissen über Flora und Fauna – also die Pflanzen- und Tierwelt – sowie über das Jagd- und Waffenrecht erwirbst.

Während der Ausbildung zum/zur Revierjäger/in lernst du alles über einheimische Wildtierarten, ihr Verhalten, Ernährung und Krankheiten. Auch ökologische Zusammenhänge, Natur- und Artenschutz, Boden-, Wetter- und Klimakunde stehen auf dem Lehrplan. In Waffenkunde erfährst du, wie Jagdwaffen aufgebaut sind und wie man damit umgeht. Auch das Halten und Führen von Jagdhunden will gelernt sein. Zunächst gehst du gemeinsam mit erfahrenen Revierjägern auf die Jagd und später auch allein. Auch handwerkliche Fähigkeiten, die für das Reparieren von Futterstellen oder Hochsitzen wichtig sind, erwirbst du. Außerdem lernst du, Wildbret zu verarbeiten, zu lagern und zu verkaufen.

Hast du das Ausbildungszeugnis in der Tasche, ein paar Jahre Berufserfahrungen gesammelt und willst dann mehr Verantwortung übernehmen, kannst du dich als Revierjagdmeister/in weiterbilden. Auch ein Studium im Fach Forstwirtschaft oder Landschaftsökologie ist möglich.

Dein Arbeitsumfeld: Gut zu Fuß und geduldig auf dem Hochsitz

Revierjägerin Bilder

In der Ausbildung zum/zur Revierjäger/in ist der Wald dein Revier. Mit dem Geländefahrzeug erreichst du auch unwegsame Stellen, doch vor allem bist du zu Fuß unterwegs – bei Wind und Wetter. Bist du ein Meister der Geduld und kannst auch stundenlang allein ruhig sitzen oder liegen, ohne die Aufmerksamkeit zu verlieren? Dann werden dir Wildbeobachtungen in Erd- oder Hochsitzen nicht schwer fallen. Dabei trägst du Tarnkleidung, die dich auch vor Kälte und Regen schützt. Der Umgang mit Schusswaffen ist nicht ungefährlich. Damit du gut vorbereitet bist, solltest du schon einen Jagdschein besitzen.

Deine Arbeitszeiten sind unregelmäßig. Als Frühaufsteher hast du gute Voraussetzungen, denn die Waldbewohner trifft man vor allem in den frühen Morgenstunden an. Gäste führst du auch am Wochenende zur Jagd. Liebst du die Arbeit in der Natur, hast keine Scheu vor Hunden und Wildtieren und bist körperlich fit, machst du mit der Ausbildung zum/zur Revierjäger/in einen guten Fang!

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

Deine nächsten Schritte

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Du hast gerade die Schule geschafft oder bist dabei sie abzuschließen? Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du natürlich schon den ersten Schritt für deine Karriere getan. Jetzt nur noch den Traumjob finden!

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Die Schule hast du zwar hinter dich gebracht, doch auf die faule Haut legen ist nicht – du machst eine Ausbildung! Schließlich musst du auch weiterhin fleißig an deiner Karriere und deiner beruflichen Zukunft basteln. Guten Start dir!

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