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Agrarservice, Fachkraft

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Ausbildung Agrarservice, Fachkraft
Berufsbild Agrarservice, Fachkraft
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Agrarservice, Fachkraft Gehalt
  • Gehalt: 629 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Sonne, Wind und der Duft von frisch gemähtem Gras gemischt mit Maschinenöl umgibt dich – unter dir das Röhren eines riesigen Traktors, den du über hektarweise Land steuerst. Klingt für dich zu schön, um wahr zu sein? Lass den Traum Wirklichkeit werden und mach die Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice!

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Idealerweise einen Realschulabschluss

  • Ein gutes technisches Verständnis

  • Gute Noten in Bio und Mathe

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Gerne an der frischen Luft arbeitest

  • Eine Leidenschaft für große Maschinen hast

  • Körperlich fit bist

Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice: Mit riesigen Maschinen über Äcker und Felder

Deine Aufgaben: Sähen, ausbringen, ernten

Berufsbild Agrarservice, Fachkraft

In Deutschland gibt es immer weniger Bauern, die immer größere Felder bewirtschaften müssen. Längst schon können sie das nicht mehr alleine, sondern sind auf ausgebildete Fachkräfte angewiesen, die sie bei der Arbeit unterstützen. In der Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice wirst du zum/zur Experten/in für Pflanzenanbau und die neuesten landwirtschaftlichen Maschinen. So unterstützt du viele unterschiedliche Bauern bei ihrer Feldarbeit.

Als Azubi/ne eines agrartechnischen Serviceunternehmens übernimmst du vielfältige Aufgaben im landwirtschaftlichen Bereich, die sich vor allem nach den Jahreszeiten und den Wetterverhältnissen richten. Im Frühjahr heißt es zum Beispiel: Gülle ausbringen. Sind die Transportketten dabei sorgfältig aufeinander abgestimmt, kann die Geruchsbelästigung sogar vermieden werden. Vom Hof fährst du die Gülle dann mit einem Trecker über die Landstraße auf das Feld, wo sie in ein spezielles Gülle-Ausbringfahrzeug umgeladen wird. Damit fährst du um die zwanzig Kubikmeter Gülle pro Hektar auf dem Acker aus. Im Frühling kannst du außerdem damit beauftragt werden, die Böden der Felder zu bearbeiten und das Saatgut zu sähen.

Im Sommer geht es dann mit der Ernte los: Du steuerst einen gigantischen zweimotorigen Hexler mit rund 400 PS über das Feld und erntest das Gras, das später an verschiedene Hoftiere verfüttert wird. Mit einer großen Vierkantpresse presst du das Futter anschließend in Vierkantballen. Die Wickelmaschine hüllt das Gras letztlich in sechs Lagen Folie, um es vor Wind und Wetter zu schützen.

Auch die Getreideernte gehört zu deinen Aufgaben: Als Pflanzenexperte/in bestimmst du den idealen Erntezeitpunkt der Nutzpflanzen. Dafür benutzt du einen Feuchtigkeitsmesser. Denn das Getreide darf nicht zu feucht geerntet werden, um optimal eingelagert zu werden und so entstehen sonst enorme Mehrkosten. Der Erntezeitpunkt ist deshalb auch schon mal am Wochenende, an Feiertagen oder sogar nachts – aufs Feld musst du dann aber trotz Müdigkeit.

Ist die Erntezeit der vielen verschiedenen Nutzpflanzen vorüber, stehen für dich wieder andere Aufgaben auf dem Plan: Die vielen verschiedenen Landwirtschaftsmaschinen müssen regelmäßig gewartet und in Schuss gehalten werden. Dafür ist es notwendig, dass du die Giganten nicht nur sicher fahren kannst, sondern auch die technischen Abläufe dahinter kennst. Du überprüfst den Ölstand, sichtest die Steuergeräte auf undichte Stellen und überprüfst den Hauptriemen, der den Motor betreibt. So massiv die Maschinen von außen auch wirken mögen, im Inneren befindet sich jede Menge sensible Technik. Viele Maschinen verwenden mittlerweile GPS und sind dadurch in der Lage, sich selbstständig zu steuern und exakte, gerade Linien zu fahren. Über den Bordcomputer notierst du elektronisch, welche Arbeiten du auf den einzelnen Feldern durchgeführt hast.

Auch die Kundenberatung fällt in dein Aufgabengebiet: Als Fachkraft Agrarservice hast du ein fundiertes Wissen über die verschiedensten Futterpflanzen und ihre Inhaltsstoffe. Die Bauern, die dir deine Aufträge erteilen, verlassen sich darauf, dass du genau so sorgfältig arbeitest, als wären es deine eigenen Pflanzen und Tiere. Sie sind nur zu Beginn vor Ort, später arbeitest du aber völlig selbstständig auf den Feldern deines Auftraggebers.

Neben den klassischen landwirtschaftlichen Tätigkeiten, von der Saat bis zur Ernte, wirst du manchmal auch mit anderen Services beauftragt. Vom Mähen der Schwimmbadwiese bis zum Winterservice – auch hier bedienst du die entsprechenden Maschinen.

Deine Ausbildung in Theorie und Praxis

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Deine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice verläuft dual. Du lernst also sowohl in der Berufsschule als auch in einem festen Betrieb. Hast du bereits eine Berufsausbildung absolviert oder besitzt die Hochschulreife, ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit auf zwei Jahre möglich.

Den praktischen Teil der Ausbildung verbringst du in einem klassischen landwirtschaftlichen Betrieb oder einem Lohnunternehmen, das verschiedene Dienstleistungen im Agrarsektor anbietet. Anders als bei anderen landwirtschaftlichen Ausbildungen, verbringst du die komplette Ausbildungszeit bei ein und demselben Unternehmen, für das du die verschiedenen Aufträge ausführst.

In der Berufsschule lernst du, Technik und Natur miteinander zu kombinieren: Als Fachkraft Agrarservice ist es wichtig, dass du nachhaltig mit den natürlichen Ressourcen umgehst. In praktischen Feldversuchen lernst du deshalb zum Beispiel, wie sehr der Ackerboden durch die schweren Maschinen belastet wird. Durch den richtigen Luftdruck auf den Reifen schonst du die Kleinstlebewesen, die im Ackerboden leben und ihn fruchtbar machen. Die Kenntnisse über diese und viele weitere ökologische Zusammenhänge bestimmen später deinen Ernteerfolg. Auch in der Berufsschule zählt vor allem die praktische Leistung und so ist ein umsichtiger Umgang mit den schweren Maschinen wichtig. Weitere Lernfelder sind:

  • Pflanzenbau
  • Annahme und Ausführung von Aufträgen
  • Sicherheit am Feld und im Verkehr

Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine Zwischenprüfung, die deinen Wissensstand abfragen soll. Sie ist Voraussetzung, um am Ende der drei Jahre an der Abschlussprüfung teilzunehmen. Sie besteht aus einem schriftlichen Teil, in dem die Theorie abgefragt wird, und einem betrieblichen Teil, in dem du zwei Arbeitsproben durchführen musst.

Nach deiner Ausbildung hast du verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten: Du kannst dich zum/zur Agrarservice-Meister/in oder zum/zur Agrartechniker/in ausbilden lassen. Außerdem hast du die Option, ein Studium im Bereich Landwirtschaft oder Landtechnik abzuschließen.

Dein Arbeitsumfeld: Natur bei Wind und Wetter

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Als Fachkraft Agrarservice arbeitest du so gut wie immer draußen. Je nach Auftrag navigierst du die riesigen Maschinen über Felder, Äcker oder Wiesen. Hin und wieder begibst du dich in die betriebseigenen Werkstätten und Maschinenhallen, um die Traktoren, Hexler und Mähdrescher zu warten. Ein schickes Outfit ist hier fehl am Platze – funktionelle, robuste Kleidung, gegebenenfalls auch der betriebseigene Blaumann sind das Richtige für die harte Arbeit und schützen dich in jeder Wetterlage.

Viel Zeit verbringst du direkt auf den Maschinen, die dank modernster Ausstattung jedoch mittlerweile recht viel Komfort bieten. Trotzdem ist die Arbeit anstrengend – grundlegende körperliche Fitness ist deshalb ein Muss.

Je nachdem, wie die Ernte ausfällt, kann es vorkommen, dass du zu Zeiten aufs Feld musst, bei denen andere noch schlafen. Auch Zeitdruck kann immer wieder aufkommen, da die Arbeitsabläufe streng getaktet sind. Als Herr/in über tonnenschwere Maschinen über die Felder zu fahren, entschädigt für die anstrengende Arbeit.

Gehalt

Das kannst du im Durchschnitt verdienen

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Wie kann man Gülle noch nennen?

  • Juche
  • Jauch
  • Jauche

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