Präzisionswerkzeugmechaniker/in.

Gehalt:
602 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
4 Jahre
Ausbildung Präzisionswerkzeugmechaniker/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Mindestens einen Hauptschulabschluss

    • Technisches Verständnis

    • Handwerkliches Geschick

    • Dass du fit im Rechnen bist

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Sorgfältig und exakt arbeitest

    • Eine ruhige Hand hast

    • Verantwortungsbewusst bist

    • Selbständig Aufgaben übernimmst

  2. Deine Aufgaben: Schmieden, schleifen, schärfen.

    Berufsbild Präzisionswerkzeugmechaniker/in

    Ein Koch ohne Messer, ein Rasenmäher ohne Schneidspindel, ein Schlittschuh ohne Kufen? Unmöglich! Denn ohne scharfe Klingen wären Mensch und Maschine oftmals völlig aufgeschmissen. Zum Glück gibt es Profis, die manuelle und maschinelle Präzisionswerkzeuge fertigen und reparieren können. Das Handwerk erlernst du in der Ausbildung zum/zur Präzisionswerkzeugmechaniker/in. Je nach Ausbildungsbetrieb spezialisierst du dich auf einen Schwerpunkt. Du hast die Wahl zwischen Schneidemaschinen- und Messerschmiedetechnik oder Präzisionswerkzeug- und Schleiftechnik.

    Entscheidest du dich für die Schneidemaschinen- und Messerschmiedetechnik, stellst du Scheren für Frisöre und Schneider, oder Messer für Köche und Chirurgen her – also Werkzeuge, die mit der Hand benutzt werden. Dafür verwendest du zum Beispiel die Technik des Freiformschmiedens an. Dabei erhitzt du ein Stück Stahl und bringst es mit dem Hammer in die richtige Form. Damit die Klinge aushärtet, lässt du sie glühen und schnell wieder abkühlen. Dann geht es ans sorgfältige Schleifen und Polieren per Hand. Aber auch Schneidemaschinen, wie Rasenmäher oder Kettensägen machst du wieder einsatzbereit, indem du sie reinigst, Schneidelemente und Motoren austauschst oder defekte Teile reparierst.    

    Im Schwerpunkt Schneidwerkzeug- und Schleiftechnik können die Dimensionen schon etwas größer sein. Denn du fertigst zum Beispiel riesige Sägeblätter oder scharfe Bohrer für industrielle Maschinen an, die in der Landwirtschaft oder in der Lebensmittelproduktion gebraucht werden. Dafür spannst du ein Metallstück in hand- oder computergesteuerte Schleifmaschinen ein, die du programmierst und bedienst. Hast du den richtigen Schleifwinkel eingestellt? Den Vorgang überwachst du mit scharfem Blick. Und auch stumpfe Schlittschuhe oder Sägeketten bekommen von dir einen neuen Schliff.

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  4. Theorie und Praxis: So schneidest du gut ab.

    Präzisionswerkzeugmechaniker/in Gehalt

    Die Arbeit als Präzisionswerkzeugmechaniker/in erfordert viel handwerkliches Know-how, deswegen dauert die Ausbildung dreieinhalb Jahre und ist dual aufgebaut. Aber diese Zeit wird wie im Flug vergehen, denn du darfst im Ausbildungsbetrieb schon unter Anleitung praktisch mitarbeiten. In regelmäßigen Abständen besuchst du zusätzlich die Berufsschule.

    Bis Sommer 2018 hieß diese Ausbildung übrigens „Schneidwerkzeugmechaniker/in“. Sie wird in den beiden Fachrichtungen „Schneidwerkzeuge“ und „Zerspanwerkzeuge“ angeboten. Außerdem können Auszubildende die Zusatzqualifikation „Messer schmieden“ erwerben.

    Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr lernst du die Grundfertigkeiten des Handwerks. Dazu zählt das Lesen und Erstellen von technischen Zeichnungen, Drehen und Fräsen sowie Montieren und Demontieren von Schneidwerkzeugen. Denn Messer oder Sägen bestehen nicht nur aus scharfen Klingen, sondern auch aus Holzgriffen, die du fertigst und anfügst. Die jeweiligen Maschinen bedienst du per Hand oder per Computer. Auch mit Elektrotechnik machst du dich vertraut.

    Nach einer Zwischenprüfung vertiefst du im dritten und vierten Lehrjahr dein Wissen in einem Schwerpunkt. Das heißt, du spezialisierst dich auf die jeweiligen Techniken und Maschinen und stellst damit manuelle oder maschinelle Schneidwerkzeuge her. In der abschließenden Gesellenprüfung schneidest du garantiert gut ab, wenn du dich bei den anzufertigenden Arbeitsproben und schriftlich zu lösenden Aufgaben richtig reinkniest.

    Nach deiner Ausbildung werden deine Fähigkeiten in Betrieben des Maschinen- und Werkzeugbaus, in der Herstellung von Schneidwerkzeugen oder in Messerschleifereien gebraucht. Willst du dich weiterbilden, kannst du die Meisterprüfung ablegen oder sogar studieren, zum Beispiel im Fach Produktionstechnik. Oder du machst dich selbständig und schleifst die schärfsten Messer in deiner Stadt!

  5. Dein Arbeitsumfeld: Schnittig in der Werkstatt.

    Präzisionswerkzeugmechaniker/in Bilder

    Während deiner Ausbildung zum/zur Präzisionswerkzeugmechaniker/in trifft man dich hauptsächlich in der Werkstatt an. Hier bedienst du Dreh-, Fräs- oder Schleifmaschinen und hast das handwerkliche Geschick fürs Schmieden und Polieren per Hand. Maschinenlärm, Rauch und Metallstaub brauchen dich nicht zu stören, denn du trägst für jeden Arbeitsschritt passende Schutzkleidung, wie zum Beispiel Gehörschutz, Handschuhe und Schutzbrille. Beim Schmieden mit dem Hammer sind Lederschürzen üblich und vor dem Heizofen kommst du auch mal ins Schwitzen.

    Für gute Klingen verarbeitest du hochwertigen Stahl, deshalb ist Sorgfalt und Präzision gefragt! Ob maschinell oder per Hand gefertigt – für schnittige Messer brauchst du eine ruhige Hand und ein gutes Auge. Und wie sieht es mit den Arbeitszeiten aus? In manchen Betrieben ist Schichtarbeit üblich, das heißt du bist schon sehr früh oder bis spät am Werk. Aber nach getaner Arbeit kannst du stolz auf dich sein: Denn du machst die Welt jeden Tag ein bisschen schärfer!

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Präzisionswerkzeugmechaniker/in.

    Ø 1. Jahr
    520€
    Ø 2. Jahr
    555€
    Ø 3. Jahr
    625€
    Ø 4. Jahr
    710€
  7. 4 Ausbildungsplätze für Präzisionswerkzeugmechaniker/in.

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