Werkstoffprüfer/in.

Ausbildungsgehalt:
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
3,5 Jahre
Ausbildung Werkstoffprüfer/in
Die beliebtesten Fragen anderer Bewerber.
1.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Werkstoffprüfer/in?

Je nach Betrieb und Bundesland verdienst du durchschnittlich €1093 während der Ausbildung.

  • 1. Lehrjahr: €999
  • 2. Lehrjahr: €1047
  • 3. Lehrjahr: €1131
  • 4. Lehrjahr: €1197
2.

Wie lange dauert die Werkstoffprüfer/in Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 42 Monate. Bei einer dualen Ausbildung wechseln sich Phasen in der Berufsschule und im Betrieb ab. Bei einer schulischen Ausbildung lernst du Theorie und Praxis in der Berufsschule bzw. in der Fachakademie.

3.

Was macht man in der Ausbildung als Werkstoffprüfer/in?

  • In einer Ausbildung als Werkstoffprüfer/in lernst du, Werkstoffe zu überprüfen und bist dafür verantwortlich, dass diese den Qualitätsstandards entsprechen. Dafür entnimmst du Proben, führst Messungen und Prüfungen durch und dokumentierst die Ergebnisse.
  • In der Ausbildung kannst du die praktischen Fähigkeiten z. B. bei Herstellern von Halbzeugen, Teilen und Produkten aus Kunststoffen oder Verbundwerkstoffen, aber auch im Anlagenbau oder der Energiewirtschaft erlernen.
  • Die Ausbildung als Werkstoffprüfer/in gehört zum handwerklichen Berufsfeld.
4.

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung als Werkstoffprüfer/in mitbringen?

Die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz hast du mit einem Realschulabschluss. Außerdem solltest du gute Noten in Physik, Chemie, Mathe und Informatik haben.

5.

Passt der Beruf Werkstoffprüfer/in zu mir?

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Voraussetzungen.

Was muss ich mitbringen?

  • Technisches Interesse und
  • Handwerkliches Geschick

In welchen Schulfächern muss ich gut gewesen sein?

  • Physik
  • Chemie
  • Mathe
  • Informatik

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Wie sieht der Alltag im Beruf aus?

In der Ausbildung als Werkstoffprüfer/in kommst du immer da zum Einsatz, wo mit Stoffen industrielle Güter hergestellt werden, wie zum Beispiel im Flugzeugbau oder der Werkzeugherstellung. Du sorgst dafür, dass die eingesetzten Materialien für den Bereich geeignet sind, in dem sie benutzt werden sollen.

In der Ausbildung kannst du dich zwischen vier Fachrichtungen entscheiden:

  • Wärmebehandlungstechnik
  • Systemtechnik
  • Metalltechnik
  • Kunststofftechnik

Egal, für welche Richtung du dich letztendlich entscheidest, in allen testest du in deinem Beruf die Qualität der verschiedenen Stoffe. Dazu entnimmst du zunächst Proben vom Material. Damit du mit diesen Proben etwas anfangen kannst, musst du sie präparieren – schleifen, feilen und ätzen machen beispielsweise Metall bereit für die weitere Untersuchung.

Nun geht es ab ins Labor. Mit chemischen und physikalischen Versuchen, versuchst du als Werkstoffprüfer/in nun, die Eignung des Stoffes festzustellen. Schrauben, die in der Luft die Tragflächen eines Flugzeugs zusammenhalten sollen, müssen auch extremen Kräften standhalten. Um diese Eigenschaft zu untersuchen, führst du einen Belastungstest mit der Schraube durch. Du spannst die Schraube in eine Maschine, die mit übermenschlichen Kräften auf den Werkstoff wirkt. Du überwachst den Versuch genau und notierst, bei welcher Krafteinwirkung die Schraube letztlich reißt. Diesen Wert gleichst du dann mit den Normen und Vorgaben ab, die das Material mindestens erfüllen muss, um eingesetzt werden zu dürfen.

Neben der Belastungsfähigkeit testest du in deinem Beruf auch die Dichte, Härte oder Verformbarkeit der Stahlsorten, Gusswerkstoffe oder Nichteisenmetalle wie Aluminium. Je nach Einsatzgebiet gelten unterschiedliche Kriterien für die Werkstoffe, welche du überprüfen musst.

Wenn du als Werkstoffprüfer/in einen Fehler am Material feststellst, ist es wichtig, herauszufinden, wo genau der Fehler liegt und wie man ihn beheben kann. Hast du die Ursache gefunden, ordnest du Nachbehandlungsmaßnahmen an, um das Problem zu beheben und den Werkstoff wieder einsatzfähig zu machen. Nur so kann garantiert werden, dass die Produktion reibungslos weitergehen kann und das fertige Produkt voll funktionsfähig ist.

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Inhalte der Ausbildung.

Die dreieinhalbjährige Ausbildung als Werkstoffprüfer/in verläuft dual. Du lernst also sowohl auf der Arbeit im Betrieb als auch in der Berufsschule. Um die Ausbildung erfolgreich zu beenden, musst du eine Abschlussprüfung absolvieren, die aus zwei Teilen besteht: Den ersten Teil absolvierst du im zweiten Ausbildungsjahr in Form einer Arbeitsprobe, den zweiten Teil schließt du ganz am Ende mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung ab.

Im Betrieb lernst du alle Grundlagen, die zum Prüfungsprozess eines Werkstoffes dazu gehören: Du erfährst, wie ein Prüfungsverfahren genau abläuft. Von der Probenentnahme bis zur Dokumentation werden dir alle wichtigen Schritte näher gebracht.

Auch das Fachwissen, dass man als Werkstoffprüfer/in zur Interpretation der Ergebnisse benötigt, wird dir vermittelt: Wie lassen sich die einzelnen Werkstoffe unterscheiden und welche Eigenschaften haben sie? Welche Prüfungsmethoden sind für das vorliegende Material am besten geeignet?

Da es bei den Versuchen nicht ganz ungefährlich zugeht, lernst du auch, dich richtig zu schützen und die Arbeitsschutzmaßnahmen einzuhalten. Des Weiteren erfährst du, wie man Gefahrenstoffe richtig kennzeichnet und lagert, sodass Unfälle mit Chemikalien und anderen Stoffen vermieden werden. So wird die Umwelt ebenfalls geschont und nachhaltig behandelt. Nicht zuletzt ist es wichtig, die empfindlichen und teuren Messgeräte ordentlich zu pflegen, sodass sie noch lange einsatzfähig bleiben.

In der Berufsschule vertiefst du die Kenntnisse aus dem Betrieb. Du lernst die theoretischen Grundlagen, die zur Werkstoffprüfung notwendig sind. Auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Mathe stehen auf dem Stundenplan.

Um nach der Ausbildung in einer Führungsposition zu arbeiten, hast du verschiedene Möglichkeiten. Du kannst zum Beispiel die Prüfung zum/zur Industriemeister/in in der Fachrichtung Metall ablegen, oder dich zum/zur Techniker/in im Bereich Werkstofftechnik weiterbilden. Auch ein Studium ist denkbar, zum Beispiel in der Fachrichtung Werkstofftechnik oder dem Studiengang Materialwissenschaft.

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Wie sieht mein Arbeitsumfeld aus?

Als Werkstoffprüfer/in arbeitest du hauptsächlich in Prüflaboren, wo du deine Versuche durchführst. Aber auch in Hallen oder Büros kommst du zum Einsatz. In vielen Betrieben gehört dabei Schichtarbeit zum Beruf.

Bei den Versuchen arbeitest du mit verschiedenen physikalischen und chemischen Methoden. Du kommst auch mit Chemikalien in Kontakt – dabei musst du mit chemischen Dämpfen, Staub und Lärm umgehen können. Um dich zu schützen, trägst du manchmal Schutzkleidung, wie eine Schutzbrille oder Handschuhe.

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