Land- und Baumaschinenmechatroniker/in.

Gehalt:
594 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
4 Jahre
Ausbildung Land- und Baumaschinenmechatroniker/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Idealerweise einen Hauptschul- oder Realschulabschluss

    • Systematisches Denken

    • Technisches Verständnis

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Sorgfältig und präzise arbeitest

    • Gute Auge-Hand-Koordination besitzt

    • Körperlich fit bist

  2. Deine Aufgaben: Prüfen, warten, reparieren.

    Berufsbild Land- und Baumaschinenmechatroniker/in

    Fließt in deinen Adern Öl, hast du manchmal das Gefühl es greifen Gewinde anstelle von Gelenken und schlägt in deiner Brust nicht nur ein Herz, sondern auch ein hydraulisches System? Dann bist du in der Ausbildung zum/zur Land- und Baumaschinenmechatroniker/in genau richtig - du musst kein Roboter sein, sondern einfach nur mit Leidenschaft an die großen Brummer rangehen! Die Land- und Bauwirtschaft ist auf große Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge angewiesen: Mähdrescher, Kräne, Traktoren, Bagger, Radlader und viele mehr. Ist Sand im Getriebe, eilst du zur Hilfe. In deiner Ausbildung lernst du, wie man das Getriebe wieder zum Schnurren bringt.

    In deiner Ausbildung zum/zur Land- und Baumaschinenmechatroniker/in darfst du dir bei deinen Aufgaben rund um die schweren Maschinen so richtig die Hände schmutzig machen. Mit beiden Händen am Motor rumschrauben oder unter dem Fahrzeug nach dem Rechten sehen – hier ist dein ganzer Körpereinsatz gefragt. Ist vielleicht eine Dichtung gerissen, ein ganzes Bauteil beschädigt oder der Filter verstopft? Geht es um Verschleißteile wie Dichtungen, Schläuche oder Filter, tauscht du diese aus oder bringst sie wieder instand. Vielleicht ist auch nur ein Motorölwechsel notwendig oder Kühlmittel muss aufgefüllt werden. Oft arbeitest du einfach mit den Händen. Aber es stehen dir auch maschinelle Helfer wie Bohrer, Trennschleifer oder Schweißgeräte zur Seite.

    Das mag dich vielleicht überraschen, aber viele der Land- und Baumaschinen sind richtige Hightechgeräte. Treten Probleme auf, könnte es auch am elektronischen oder mechatronischen System liegen. Da diese Systeme sehr komplex sind, wendest du bei der Fehleranalyse Prüf-und Messgeräten an. Mit einer speziellen Computer-Software findest du heraus, was genau dem Gerät fehlt. Erst dann kannst mit der Fehlerbehebung beginnen. Hierfür sind dein systematisches Denken und technisches Interesse Gold wert. Stehst du doch mal auf dem Schlauch, kannst du auch einen Blick in die Unterlagen der Maschinenhersteller werfen. Diese sind meist auf Englisch verfasst, daher sind in der Ausbildung zum/zur Land- und Baumaschinenmechatroniker/in auch deine Englischkenntnisse gefragt.

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    Land- und Baumaschinenmechatroniker/in Gehalt

    Die Dauer der Ausbildung zum/zur Land- und Baumaschinenmechatroniker/in beträgt in der Regel dreieinhalb Jahre. Zudem ist die Ausbildung dual aufgebaut – du lernst also im Betrieb und in der Berufsschule.

    In den letzten Jahren hatten die Mehrzahl der Ausbildungsanfänger einen Abschluss der mittleren Reife in der Tasche. Hast du bereits in deiner Schulzeit mit der Säge und Bohrer hantiert, dann werden dir die handwerklichen Arbeiten in der Ausbildung zum/zur Land- und Baumaschinenmechatroniker/in leichter fallen. Du hast in Physik aufgepasst und weißt auch, wie ein Motor zusammengesetzt ist und wie dieser funktioniert. Deine Kenntnisse kannst du bei der Suche nach den Fehlerquellen einsetzen. Auch dein Mathewissen wirst du in deiner Ausbildung und später im Beruf anwenden. Du berechnest beispielsweise Ströme und Widerstände in der Fahrzeugtechnik.

    Du hast noch nicht genug? Nach deiner Ausbildung kannst du dich jederzeit weiterbilden. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel die Prüfung zum/zur Baumaschinenmeister/in oder eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik. Viele Universitäten bieten auch das Studienfach Fahrzeugtechnik an. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung steht dir also auch ein Studium offen.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Getriebeöl, Schweißfunken und Motorabgase.

    Land- und Baumaschinenmechatroniker/in Bilder

    Ohne Sicherheitskleidung geht bei deiner Ausbildung zum/zur Land- und Baumaschinenmechatroniker/in gar nichts. Um dich bei deinen Arbeiten zu schützen und Verletzungen vorzubeugen, trägst du Sicherheitsschuhe sowie Handschuhe. Beim Schweißen ist eine Schutzbrille Pflicht. Denn viele deiner Tätigkeiten – zum Beispiel die Arbeit an laufenden Motoren – sind nicht ganz ungefährlich. Daher arbeitest du auch stets exakt und verantwortungsbewusst. Die Geräusche eines gut geölten Motors sind Musik in deinen Ohren? Dann kannst du dich in den Werkstätten auf ein Konzert mit Maschinengeräuschen freuen. Wind und Regen können dich bei deiner Arbeit im Freien auch überraschen.

    Du reparierst die defekten Maschinen an unterschiedlichen Orten: entweder in Werkstätten oder vor Ort auf dem Feld oder der Baustelle. Einen Baggerreifen austauschen oder die Achsen unter dem Trecker checken – die körperlichen Tätigkeiten sind schon nicht ohne. Doch du bist körperlich fit und kannst es kaum erwarten, deine Ausbildung zum/zur Land- und Baumaschinenmechatroniker/in zu stemmen. Montage und Inbetriebnahme von Geräten sowie Anlagen geschehen direkt beim Kunden. Du weist sie dann auch in die Handhabung ein. Die Arbeit als Land- und Baumaschinenmechatroniker/in kann dich nach ganz Deutschland verschlagen, aber auch Aufträge aus dem angrenzenden Ausland können anfallen. Wann eine Maschine den Geist aufgibt, kann man leider nicht timen. Daher ist Bereitschaftsdienst – auch am Wochenende – möglich.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Land- und Baumaschinenmechatroniker/in.

    Ø 1. Jahr
    512€
    Ø 2. Jahr
    552€
    Ø 3. Jahr
    633€
    Ø 4. Jahr
    681€
  7. 172 Ausbildungsplätze für Land- und Baumaschinenmechatroniker/in.

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