Wirtschaft, Verwaltung

Notarfachangestellte/r

Ausbildung Notarfachangestellte/r
  • Gehalt: 764 Euro
  • Empfohlener Schulabschluss: Realschulabschluss
  • Dauer: 3 Jahre

Darum bist du hier richtig:

Deine Schulhefter sind perfekt organisiert – du findest wieder, wonach du suchst. Du arbeitest nicht nur sorgfältig, deine Mitschüler vertrauen dir und können jederzeit mit ihren Problemen zu dir kommen. Denn du bist sowohl verschwiegen als auch gut im Vermitteln. In der Ausbildung zum/zur Notarfachgestellten kannst du diese Stärken einbringen, wenn du in die Beurkundung von Rechtsgeschäften eingebunden wirst – eine spannende Aufgabe mit viel Abwechslung.

Voraussetzungen

Das wünscht sich dein Arbeitgeber:

  • Einen guten Realschulabschluss oder die Hochschulreife

  • Ein Händchen für Organisation

  • Eine sorgfältige Arbeitsweise

Du bist perfekt für den Job, wenn du:

  • Geheimnisse für dich behalten kannst

  • Dich für die Bedürfnisse anderer interessierst

  • Die Fähigkeit, sich gut auszudrücken

Ausbildung zum/zur Notarfachgestellten: Büroarbeit für Schreibtalente

Deine Aufgaben: Schreiben, sortieren und kommunizieren

Berufsbild Notarfachangestellte/r

Du als Organisationstalent sitzt gerne am Schreibtisch. Das ist gut, denn das wirst du auch während deinem beruflichen Alltag in der Ausbildung zum/zur Notarfachgestellten. Klingt langweilig, wird aber total interessant sein, weil du immer wieder mit anderen Menschen zu tun hast und wechselnde Aufträge dieser sogenannten Mandanten betreust. Deine Aufgabe wird sein, die Beurkundung von Rechtsgeschäften vorzubereiten und zu begleiten. Du beschäftigst dich unter anderem mit folgenden Bereichen:

  • Haus- und Wohnungskauf
  • Ehevertrag
  • Vorsorgevollmacht
  • Testament

Im ersten Schritt nimmst du Beurkundungsaufträge entgegen und holst Informationen ein. Dazu stellst du Kontakt zu Gerichten und Behörden her.

Generell übernimmst du große Teile des schriftlichen Austauschs zwischen Mandant, Gericht, Behörde und Bank – weshalb auch dein Talent für gute Ausdrucksweise so von Bedeutung ist. In deiner Ausbildung zum/zur Notarfachgestellten wirst du viel mit Schriftstücken wie Erbscheinanträgen, Vollmachten, Unterschriftsbeglaubigungen und eidesstattlichen Versicherungen zu tun haben. Du darfst sogar selbstständig Urkundenentwürfe vorbereiten.

Des Weiteren gibt es aber auch Bürotätigkeiten, denen du dich organisiert widmen musst: Besprechungen vorbereiten, wenn Besuch angekündigt ist, Akten führen, Dokumente versiegeln, Korrespondenz bearbeiten, Gebühren berechnen, Rechnungen stellen und Zahlungseingänge überwachen sowie verbuchen.

Deine Ausbildung in Theorie und Praxis

Notarfachangestellte/r Gehalt

Die Dauer deiner Ausbildung zum/zur Notarfachgestellten ist geregelt und beläuft sich auf drei Jahre. Durchgeführt wird diese dual, was bedeutet, dass du in einer Berufsschule die Theorie lernst und in deinem Betrieb schon richtig mitarbeiten darfst. Am Anfang erhältst du von deinen Kollegen eine Einführung, damit du mit der Vorgehensweise im Unternehmen vertraut bist. Kommst du mit einer Aufgabe nicht weiter oder hast Fragen, bist du definitiv nicht alleine.

In der Berufsschule lernst du die verschiedenen Bereiche im Detail kennen, wo es zu Fällen der Beurkundung kommen kann – beispielsweise im Familienrecht, Erbrecht sowie Handels- und Gesellschaftsrecht. Auch der Umgang mit diesen wird geübt. Das jedoch erst ab dem Übergang vom zweiten zum dritten Lehrjahr. Im ersten Ausbildungsjahr geht es vor allem darum, Betrieb und den angestrebten Beruf kennenzulernen und nach außen hin präsentieren zu können. Auch die Organisation im Team will gelernt sein.

In der Regel wünschen sich Notariate und Kanzleien eine Hochschulreife von ihren Bewerbern. Aber auch mit einem Realschulabschluss hast du gute Chancen, bald einen Vertrag für die Ausbildung zum/zur Notarfachgestellten in den Händen zu halten.

Nach deinem Ausbildungsabschluss gibt es folgende weiterbildende Karrieremöglichkeiten für dich:

  • Inspektor/in im Notardienst
  • Notarfachassistent
  • Notarfachwirt/in
  • Leitende/r Notarmitarbeiter/in

Ein weiterführendes Studium zum/zur Notar/in gibt es nicht. Bist du allerdings fasziniert von der Arbeit deines Vorgesetzten und hältst Recht für ein spannendes Thema, kommt das Studium der Rechtswissenschaften in Frage. Entscheidest du dich für diesen Weg, musst du allerdings Geduld haben. Erst wenn du das zweite Staatsexamen erfolgreich absolviert hast und anschließend den dreijährigen Anwärterdienst als Notarassessor/in durchgezogen hast, darfst du dich mit Zustimmung der Landesjustizbehörde Notar nennen und auch ein eigenes Notariat eröffnen.

Dein Arbeitsumfeld: Notariat oder Kanzlei?

Notarfachangestellte/r Bilder

Möchtest du eine Ausbildung zum/zur Notarfachgestellten beginnen, gibt es zwei Möglichkeiten für dich: Entweder ein reines Notariat oder eine Rechtsanwaltskanzlei mit integriertem Notariat. Wo du dich bewirbst, ist dir überlassen. Hast du dich schon spezialisiert, ist das Notariat der richtige Ort für dich – mit oder ohne Kanzlei spielt dabei keine Rolle. Die Bearbeitung von Rechtsgeschäften ist schon dein Ding, aber du möchtest dich noch orientieren? Dann ist es empfehlenswert den Einstieg in einer Kanzlei zu wählen. Dort hast du die Möglichkeit, dich auch mit Kollegen aus den anderen Abteilungen auszutauschen.

Eine feste Arbeitskleidung gibt es nicht, das bunte Partyshirt solltest du trotzdem lieber im Schrank lassen. Du musst nicht gleich optisch zum Spießer werden, aber gepflegte Kleidung bietet sich schon an. Schließlich trifft man auch auf Mandanten und Geschäftspartner und möchte den Arbeitgeber würdig vertreten. Daher sind gedeckte Farbe und unauffälliger Schmuck – wenn du überhaupt welchen trägst – eine gute Wahl. Damit du gute Leistung erbringst, solltest du dich wohl fühlen. Dein Arbeitsoutfit darf also durchaus bequem sein.

Dein Ausbildungsgehalt

1. Jahr
691€
2. Jahr
748€
3. Jahr
855€

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