Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r.

Ausbildungsgehalt:
715 Euro
Zum Gehaltsvergleich
Empfohlener Schulabschluss:
Realschulabschluss
Dauer:
3 Jahre
Ausbildung Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r
Die beliebtesten Fragen anderer Bewerber.
1.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r?

Je nach Betrieb und Bundesland verdienst du durchschnittlich €715 während der Ausbildung.

  • 1. Lehrjahr: €625
  • 2. Lehrjahr: €720
  • 3. Lehrjahr: €800
2.

Wie lange dauert die Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 36 Monate. Bei einer dualen Ausbildung wechseln sich Phasen in der Berufsschule und im Betrieb ab. Bei einer schulischen Ausbildung lernst du Theorie und Praxis in der Berufsschule bzw. in der Fachakademie.

3.

Was macht man in der Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r?

  • In der Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r unterstützt du den anwaltlichen Betrieb bei rechtlichen Dienstleistungen.
  • Üblicherweise trittst du deine Ausbildung bei Rechtsanwaltskanzleien oder Notariaten an. Gleichzeitig findest du aber auch in Inkassobüros oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Beschäftigung.
  • Die Ausbildung zählt zu den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung und besitzt einen juristischen Fokus.
4.

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r mitbringen?

Die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz hast du mit einem Realschulabschluss. Außerdem solltest du gute Noten in Deutsch, Mathe , Wirtschaft und Englisch haben.

5.

Passt der Beruf Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r zu mir?

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Voraussetzungen.

Was muss ich mitbringen?

  • Freundliches Auftreten

  • Diskretion und Verschwiegenheit

  • Sorgfalt und Genauigkeit

  • Organisationstalent

In welchen Schulfächern muss ich gut gewesen sein?

  • Deutsch
  • Mathe
  • Wirtschaft
  • Englisch

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Wie sieht der Alltag im Beruf aus?

Für fast jede Angelegenheit und jede Situation gibt es in Deutschland ein Gesetz oder eine Regelung. Das ist nicht verwunderlich, denn das Zusammenleben von 80 Millionen Menschen gestaltet sich nicht immer einfach.

Um verschiedene Besitzansprüche und Rechte zu klären, gibt es Urkunden, Vereinbarungen und Verträge. Da diese nicht so einfach aufzusetzen und zu schreiben sind, übernehmen diese Aufgabe Rechtsanwälte und Notare. In deiner Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r unterstützt du diese bei ihrer täglichen Arbeit, indem du in der Kanzlei alles koordinierst und organisierst.

Dazu gehört, dass du für deinen Arbeitgeber Termine vereinbarst und diese vorbereitest. Ein Mandant hat sich für 14 Uhr angekündigt, er hat aber die Adresse vergessen?

Du bestellst ein Taxi, um den Mandanten abzuholen und bereitest in der Zwischenzeit den Konferenzraum mit Getränken und kleinen Snacks vor und kontrollierst, dass die Technik funktioniert und alle Unterlagen vorhanden sind.

Zurück an deinem Schreibtisch verfasst du eine Mahnung an ein Unternehmen und entwirfst eine Vollmacht, die dein Chef unterschreiben muss. Bei einem anderen Dokument fehlt nur noch der Stempel, danach kann es abgeschickt und die Akte des Mandanten in das entsprechende Karteifach eingeordnet werden.

Dann kontrollierst du als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r die Zahlungseingänge und siehst, dass bei einem Mandanten noch eine Rechnung für die letzte Sitzung gestellt werden muss – das darfst du nicht vergessen!

Ein Blick in den Kalender sagt dir, dass dein Chef morgen bei einem Unternehmenstermin außer Haus ist. Hierfür fasst du rasch aber gewissenhaft alle Unterlagen und Informationen bezüglich der Rechtsstreitigkeit ordentlich zusammen und legst sie deinem Chef auf den Schreibtisch, damit sie morgen nicht vergessen werden. All das gehört zu deinem Ausbildungsberuf.

Ob eine Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r wirklich zu dir passt, kannst du innerhalb von 60 Sekunden in unserem Karriere-Check herausfinden.

Inhalte der Ausbildung.

Deine Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r dauert drei Jahre. Dabei handelt es sich um eine duale Ausbildung. Bei sehr guten schulischen Leistungen kannst du deine Ausbildung auch auf zwei oder zweieinhalb Jahre verkürzen.

Einen Teil deiner Ausbildung bist du in der Berufsschule, arbeitest aber schon aktiv in deinem Ausbildungsbetrieb – meistens einer Kanzlei – beim täglichen Geschäft mit.

In der Theorie und in der Praxis lernen Auszubildende ab dem ersten Ausbildungsjahr Schritt für Schritt die Arbeit mit den Mandanten und in einer Kanzlei kennen, zu organisieren und abzuwickeln. Ein wichtiger Teil deiner täglichen Arbeit besteht darin, Dokumente, Urkunden, Mahnungen und andere Schriftstücke korrekt aufzusetzen, zu sortieren und zu ordnen.

Dafür ist es sinnvoll, dass du gerne schreibst und dich gut mit der deutschen Rechtschreibung und Grammatik auskennst. Aber auch die englische Sprache sollte zu deinen Stärken gehören, weil gerade größere Kanzleien oftmals internationale Firmen vertreten und die Korrespondenz und Kommunikation an deinem Ausbildungsplatz dann auf Englisch stattfindet.

Zu den Dokumenten, welche du im Zuge deiner Tätigkeit aufsetzen und anfertigen wirst, gehören zum Beispiel Kauf- und Überlassungsverträge für Grundstücke, Ehe- und Partnerschaftsverträge oder auch Beurkundungen im Handels- und Gesellschaftsrecht.

Nach deiner Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r kannst du in Rechtsanwaltskanzleien mit Notariat, in Inkassobüros, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, aber auch bei Banken und Versicherungen arbeiten.

Möchtest du selbst Notar oder Anwalt werden, kannst du nach deiner Ausbildung mit einem Hochschulabschluss auch eine Bewerbung für ein Jura-Studium oder ein Rechtswissenschafts-Studium abschicken. Ebenfalls bietet sich als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r die eine oder andere Weiterbildung an.

Da in diesen Studienfächern der NC sehr hoch ist, nutzen viele Bewerber die Möglichkeit der Berufsausbildung, um Wartesemester und praktische Erfahrung zu sammeln und dadurch leichter einen Studienplatz zu erhalten.

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Wie sieht mein Arbeitsumfeld aus?

Schon in deiner Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r wirst du vor allem im Büro tätig sein. Dabei arbeitest du vorwiegend mit dem Computer, aber auch Akten, Dokumente und Verträge werden von dir in Aktenschränken und Karteikarten einsortiert und verwaltet.

In kleinen Kanzleien wechselst du dich mit den anderen Angestellten für den Empfangsservice ab. Das heiß, du sitzt im Empfangszimmer und begrüßt Mandanten, beantwortest eingehende Anrufe und erledigst Post- sowie andere Botengänge.

Kommt ein Mandat zu einer Besprechung, bereitest du den Konferenzraum mit Getränken oder Snacks vor und stellst zudem sicher, dass das Licht und die Technik funktionieren.

Im Umgang mit den Kunden der Kanzlei ist es wichtig, ein angenehmes und gepflegtes Auftreten an den Tag zu legen. Deine Arbeitskleidung sollte deswegen auch etwas schicker ausfallen. Für Männer empfiehlt sich Anzug mit Hemd, bei Frauen bietet sich ein Rock mit Bluse oder ein Hosenanzug an. So wirkst du im Beruf vor allem seriös.

Zu deinem Auftreten gehört auch, dass du am Telefon oder im persönlichen Gespräch immer freundlich und höflich bleibst, auch wenn ein Mandant sich aufregt, weil er jetzt unbedingt und sofort deinen Chef sprechen will.

Mit ruhiger aber bestimmter Stimme erklärst du ihm, dass sich dein Chef gerade noch in einer anderen Besprechung befindet, er sich aber umgehend zurückmeldet, sobald er Zeit hat. Man sieht, du managest den Laden und bringst das nötige Talent für den Job mit!

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