Amtliche/r Fachassistent/in (Fleischkontrolleur).

Gehalt:
kein Gehalt
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
6 Monate
Im Bereich Wirtschaft, Verwaltung:
Ausbildung Amtliche/r Fachassistent/in (Fleischkontrolleur)
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Idealerweise einen Hauptschulabschluss oder einen vergleichbaren Schulabschluss

    • Ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung

    • Ein Führungszeugnis

    • Eine Belehrung (mit Bescheinigung) vom Gesundheitsamt

    • Gute Noten in Bio und Wirtschaft/Recht

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Sehr zuverlässig und sorgfältig arbeitest

    • Eine genaue Beobachtungsgabe hast

    • Den Anblick von Blut und rohem Fleisch gut verträgst

    • Selbstständig arbeitest

    • Verantwortungsbewusst bist

  2. Deine Aufgaben: Als Fleischkontrolleur/in Qualität sicherstellen.

    Berufsbild Amtliche/r Fachassistent/in (Fleischkontrolleur)

    Ein saftiges Steak medium rare, eine knackige Wurst frisch vom Grill oder Omas sensationelle Rindsrouladen: Dass Fleisch so lecker und bekömmlich ist, ist nicht selbstverständlich, sondern das Ergebnis von sorgfältigen Kontrollen. In der Ausbildung zum/zur Amtlichen Fachassistenten/in – auch Fleischkontrolleur/in genannt – lernst du, wie du sicherstellst, dass von der Tierhaltung über die Schlachtung und Zerlegung bis hin zur Fleischverarbeitung alles mit rechten Dingen zugeht und die Qualitätsvorschriften befolgt werden. Werden die Tiere ordentlich gehalten? Sind die Schlachtmethoden ordnungsgemäß? Werden Hygienestandards eingehalten? Und ist das Fleisch richtig gekennzeichnet? Einen Teil der Ergebnisse bekommst du direkt vom Tier, indem du nach dem Schlachten Fleischproben entnimmst und untersuchst oder ins Labor schickst. Außerdem kontrollierst du Abläufe: Verhalten sich die Tiere beim Verladen auffällig oder wirken krank, schaltest du den Tierarzt ein. Tierschutz ist ebenfalls ein wichtiges Thema, im Zuge dessen du ein Auge auf die Stallgröße der Tiere und die dort herrschende Hygiene hast.

    Ist alles ordnungsgemäß abgelaufen und das Fleisch bereit zur Weiterverarbeitung, kann trotzdem noch einiges schiefgehen. Fleisch ist leicht verderblich, das heißt, damit das Frischfleisch frisch bleibt und nicht mit Bakterien versetzt wird, ist es sehr wichtig, dass es kühl gelagert wird. Auch darauf passt du bei deiner Ausbildung zum/zur Amtlichen Fachassistenten/in auf und dokumentierst es, genauso wie deine anderen Schritte. Du kennst genau die Rechtslage und sorgst dafür, dass bei Verstößen dagegen oder Verdachtsfällen genauere Kontrollen durchgeführt werden. Deine Kontrollen protokollierst du immer sorgfältig, damit jederzeit gesichert ist, dass das Fleisch bei dir in den besten Händen ist.

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  4. Für Frischfleisch sorgen in Theorie und Praxis.

    Amtliche/r Fachassistent/in (Fleischkontrolleur) Gehalt

    Die Ausbildung zum/zur Amtlichen Fachassistenten/in ist eine schulische Ausbildung. Das heißt, du bekommst in Vollzeit theoretischen und praktischen Unterricht. Im theoretischen Unterricht lernst du alles rund um Fleisch, sei es Rind, Wild oder Geflügel, und bist auch im Labor tätig. Im praktischen Teil bist du in landwirtschaftlichen Lehrbetrieben, Tierhaltungsbetrieben, Veterinärämtern, Schlachthöfen oder Zerlegungs- und Verarbeitungsbetrieben nah dran am Geschehen. In manchen Bundesländern kannst du auch Schwerpunkte wählen und dich zum Beispiel auf Geflügel spezialisieren.

    Je nachdem, wo du deine Ausbildung zum/zur Amtlichen Fachassistenten/in machst, sind die Lehrgänge verschieden strukturiert, was sich auch auf die Dauer auswirkt: Je nach Anbieter kann sie zwischen sechs und neun Monaten variieren; wenn du dich auf eine Richtung spezialisierst, verkürzt sie sich entsprechend.

    Wichtig ist, dass du sowohl den theoretischen als auch den praktischen Unterricht regelmäßig besuchst, denn am Ende der Ausbildung, wenn die Abschlussprüfung ansteht, musst du das nachweisen können. In einem mündlichen und einem praktischen Teil beweist du den Prüfern dann, was du drauf hast.

    Hast du die Prüfung geschafft, startest du in der Praxis durch. Beschäftigung findest du bei Ämtern und Behörden mit Zuständigkeit für Lebensmittelüberwachung und den Verbraucherschutz. Deine Karriere kannst du pushen, indem du deine Skills auf die gesamte Lebensmittelindustrie ausweitest: Durch eine Weiterbildung zum/zur Lebensmittelkontrolleur/in verschaffst du dir Chancen auf eine Führungsposition. Willst du den Dingen auf den Grund gehen, hast Abitur und Spaß an komplexen chemischen Zusammenhängen, ist ein Studium in Lebensmittelchemie oder Lebensmitteltechnologie vielleicht die richtige Wahl.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Hier entsteht Qualitätsfleisch.

    Amtliche/r Fachassistent/in (Fleischkontrolleur) Bilder

    Der Job des/der Fleischkontrolleurs/in ist nichts für Vegetarier: Du hast den ganzen Tag mit rohem Fleisch zu tun. Dabei übernimmst du eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, zum einen, wenn es um die Tierhaltung geht, zum anderen in Hinblick auf eine vorschriftsmäßige Schlachtung sowie nicht zuletzt die Qualitätssicherung des Fleisches, das beim Metzger und in den Supermarktregalen landet. Durch deine Arbeit verhinderst du, dass Menschen schwere Lebensmittelvergiftungen davontragen. Dafür brauchst du eine sehr gute Beobachtungsgabe auf der einen Seite und musst dazu psychisch belastbar sein, um im Umgang mit Schlachttieren professionell und konzentriert arbeiten zu können. Berührungsängste solltest du ablegen und stattdessen einen produktorientierten Umgang mit den Tieren pflegen.

    Dein Arbeitsplatz besteht aus mehreren Stationen. Du arbeitest im Labor, direkt am Tier, im Büro, wenn du deine Ergebnisse aufzeichnest, im Kühlhaus bei der Messung der Temperaturen und zum Teil auch im Freien, wenn du zum Beispiel die Tierhaltung überprüfst. Im Schlachthof oder im Stall kommt es zu Geruchsentwicklung. Während der Arbeit trägst du Schutzkleidung, was vor allem aus Hygienegründen wichtig ist – zum einen, wenn du mit Blut in Berührung kommst oder kranke Tiere bei dir ankommen, zum anderen, um selber sicherzustellen, dass du keine Krankheitserreger auf das Fleisch überträgst.

  6. Dein Ausbildungsgehalt.

    Leider erhältst du im Rahmen dieser Ausbildung keine Vergütung. Vor allem in schulischen Ausbildungen ist das meist üblich, da du neben deinem theoretischen Unterricht nicht auch wie in der dualen Ausbildung im Betreib arbeitest. Häufig zahlst du an der Berufsfachschule sogar noch Gebühren – zum Beispiel um zu Prüfungen zugelassen zu werden. Aber keine Sorge: Du wirst hier nicht allein gelassen, denn du kannst Förderungen wie zum Beispiel BAföG beantragen.

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