Flugdatenbearbeiter/in.

Gehalt:
variabel
Empfohlener Schulabschluss:
Abitur / Fachabitur
Dauer:
2 Jahre
Im Bereich Verkehr, Logistik:
Ausbildung Flugdatenbearbeiter/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Abitur oder Fachabitur

    • Gute Noten in Geographie und Mathe

    • Sehr gute Englischkenntnisse

    • Sicherer Umgang mit dem Computer

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Teamfähig und verantwortungsbewusst bist

    • Multitasking drauf hast

    • Gerne kommunizierst

    • Flexibel und stressresistent bist

  2. Deine Aufgaben: Die richtigen Daten zur richtigen Zeit.

    Berufsbild Flugdatenbearbeiter/in

    Sicher hast du schon mal von der Arbeit eines Fluglotsen gehört, der die schwierige Aufgabe hat, vom Tower aus den Flugverkehr zu sichern. Doch die Flugdatenbearbeitung ist nicht weniger schwierig und vor allem genauso wichtig! In der Ausbildung zum/zur Flugdatenbearbeiter/in lernst du, den Flugraum aufmerksam zu überwachen und bei Änderungen die Flugpläne anzupassen. Mit deiner Unterstützung können Lotsen genauer planen und entscheiden – denn die Radardaten allein sind nicht ausreichend!

    Wenn ein Flugzeug aufgrund eines Notfalls zwischenlanden muss, ein Zielflughafen wegen heftiger Schneefälle geschlossen wird oder ein Pilot eine Abkürzung nehmen will – dann erhältst du diese Informationen aus erster Hand von Flughäfen und Flugzeugbesatzung. Du sitzt neben Fluglotsen in einem Kontrollturm – dem Tower – und bist für einen bestimmten Flugraum – einen Sektor – zuständig. Dort korrigierst du die Flugpläne entsprechend den Änderungen und benachrichtigst alle betroffenen Flugzeuge und Flughäfen. So bleiben Fluglotsen immer auf dem Laufenden und können auf die aktuellen Daten zugreifen.

    Eine typische Situation in deinem Ausbildungsberuf? Eine Maschine aus Berlin bekommt auf dem Weg nach Zürich die Information, dass der Zielflughafen im Schneechaos versinkt. Entscheidet sich der Pilot, umzukehren, bist du gefragt! Du informierst alle Sektoren, die davon betroffen sind, meldest die Maschine in Zürich ab und in Berlin an und passt sowohl die Flugstrecke als auch die Landezeit an. Die Fluglotsen sind nun im Bilde und wissen, wann und wo der Flieger auf dem Radar auftauchen wird.

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  4. Theorie und Praxis: Dein Ticket in die Flugsicherung.

    Flugdatenbearbeiter/in Gehalt

    Die Ausbildung zum/zur Flugdatenbearbeiter/in kannst du bei der Deutschen Flugsicherung, kurz DFS, absolvieren. Innerhalb von zwei Jahren lernst du die theoretischen Grundlagen sowie das Handwerkszeug für diesen verantwortungsvollen Job. Lehrgangs- oder Prüfungskosten musst du keine bezahlen. Dafür erhältst du schon während der Ausbildung eine finanzielle Vergütung.

    In Langen bei Frankfurt am Main besuchst du im ersten halben Jahr die Flugsicherungsakademie. Hier steht zum Beispiel Flugsicherungstechnik, Wetterkunde Navigation, Flugfunk und Luftrecht auf dem Lehrplan. Außerdem vertiefst du deine Englischkenntnisse. Im anschließenden Rating-Kurs absolvierst du schon erste Trainingseinheiten und übst den Umgang mit den Computersystemen.

    Schließlich darfst du an deinem späteren Arbeitsplatz zeigen, was du gelernt hast: In einer der Kontrollzentralen in Bremen, Langen, München, Karlsruhe oder Maastricht steigst du direkt in den Arbeitsalltag ein. Begleitet von einem Coach wirst du fit gemacht in allen Abläufen rund um Luftraum, Koordination und Absprachen.

    Die letzte Hürde ist die Berechtigungsprüfung. Am Arbeitsplatz stellst du dein Können und Know-how unter Beweis. Hast du bestanden, erwirbst du die heiß ersehnte Lizenz für die Flugdatenbearbeitung in den Flugsicherungsbetriebsdiensten! Damit hast du die Erlaubnis, in Kontrollzentren zur Flugsicherung zu arbeiten. Willst du noch höher hinaus, kannst du auch noch ein Studium dranhängen, zum Beispiel im Fach Luftverkehrsmanagement.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Multitasking mit großer Verantwortung.

    Flugdatenbearbeiter/in Bilder

    Die Arbeit in einem Kontrollzentrum ist kein Kaffeeklatsch – hier geht es manchmal ganz schön hektisch zu. Doch auch wenn sich die einkommenden Informationen türmen – du bleibst cool! In Stresssituationen musst du blitzschnell Entscheidungen treffen können und die wichtigsten Meldungen herausfiltern. Dein Computer ist dabei dein wichtigstes Werkzeug und Englisch deine Arbeitssprache. Die solltest du schon richtig gut drauf haben, wenn du dich bewirbst. Auch deine Geografiekenntnisse sind hoffentlich sehr gut!  

    Da du im ständigen Austausch mit Kollegen stehst, ist Teamfähigkeit unerlässlich. Kannst du dir Dinge gut merken, hast Multitasking drauf und liebst es, Verantwortung zu übernehmen, bist du perfekt für die Ausbildung zum/zur Flugdatenbearbeiter/in! Flugzeuge fliegen rund um die Uhr, deshalb solltest du dich auf Schichtdienst einrichten. Das heißt, dass du auch nachts und am Wochenende arbeitest. Auch was deinen Einsatzort angeht, ist Flexibilität gefragt – denn es gibt nur eine Hand voll Kontrollzentren in Deutschland.

  6. Dein Ausbildungsgehalt.

    Leider gibt es zu dieser Ausbildung keine durchschnittlichen Gehaltsangaben. Die Vergütung variiert hier von Betrieb zu Betrieb. Außerdem können äußere Faktoren, wie zum Beispiel die Unternehmensgröße, der Standort – ländlich oder städtisch, West- oder Ost-Deutschland – sowie die Branchenzugehörigkeit Einfluss auf deine Ausbildungsvergütung haben. Hier erkundigst du dich am besten direkt bei deinem Ausbildungsbetrieb.

Bist du der/die geborene Flugdatenbearbeiter/in?
Mach den Test!

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