Gleisbauer/in.

Gehalt:
993 Euro
Empfohlener Schulabschluss:
Alle Abschlüsse
Dauer:
3 Jahre
Ausbildung Gleisbauer/in
  1. Voraussetzungen.

    Das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb:

    • Mindestens einen Hauptschulabschluss oder einen höheren Schulabschluss

    • Handwerkliches Geschick

    • Gute Noten in Mathe, Physik und Werken

    Du bist perfekt für den Job, wenn du:

    • Dich gerne im Freien aufhältst

    • Schnell reagieren kannst

    • Sorgfältig arbeitest

  2. Deine Aufgaben: Zug um Zug zum fertigen Gleis.

    Berufsbild Gleisbauer/in

    In der Ausbildung zum/zur Gleisbauer/in baust, erneuerst und erhältst du das Schienennetz der Personen- und Güterzüge. Du sorgst vor allem für die Betriebsbereitschaft und die Sicherheit des Schienenverkehrs.

    Bevor du jedoch mit deiner eigentlichen Arbeit beginnen kannst, musst du die Baustelle sichern. Du stellst Warnschilder und -signale auf und kümmerst dich um den Unterbau. Dazu gräbst du mithilfe eines Baggers eine Grube oder einen Schacht. Die Erde darin planierst du mit einer tonnenschweren Planierraupe. Ist die Erde zu feucht, legst du sie vorab trocken. Außerdem verlegst du Leitungen und sicherst eventuell umliegende Böschungen.

    Ist die Erde vorbereitet, stellst du endlich den Unterbau her. Dafür schüttest du die Vertiefung mit Schotter aus und verdichtest ihn, indem du abermals mit einer Planierraupe darüber fährst.

    Nun kann es an den Oberbau gehen – du verlegst sogenannte Bahnschwellen, die später die Schienen tragen und die Belastung gleichmäßig auf den Unterbau verteilen. Diese Schwellen können aus Beton, Holz oder Stahl bestehen. Im letzten Schritt montierst du dann schließlich die Schienen und verschweißt sie sicher miteinander. Auch der Einbau von Weichen gehört zu deinem Aufgabengebiet.

    Du stellst jedoch nicht nur neue Gleise her, sondern kontrollierst auch das bereits bestehende Schienennetz und sorgst dafür, dass es sicher ist. Dazu vermisst du die Gleise, um zum Beispiel Spurweite, Spurrichtung und Hoch- und Tiefpunkte der Gleisführung zu kontrollieren. Deine Messungen führst du mit speziellen Messfahrzeugen durch, die während der Fahrt über die Gleise die benötigten Werte auf einem Messstreifen aufzeichnen.

    Anschließend wertest du die aufgezeichneten Werte aus und machst dir dadurch ein Bild über den Zustand der Gleise. Das ermöglicht dir, schnell Mängel und Schäden an den Schienen ausfindig zu machen.

    Hast du einen Schaden erkannt, reparierst du das entsprechende Gleisstück. Dafür tauscht du Teile der Schienen aus, erneuerst abgenutzte Weichenteile oder ersetzt verschlissene Schwellen. Du besserst zudem Höhen- und Richtungsfehler aus, in dem du das Gleisbett mit zusätzlichem Schotter unterlegst oder die Schrauben und Muttern an einzelnen Schwellen wieder richtig fest ziehst.

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  4. Deine Ausbildung in Theorie und Praxis.

    Gleisbauer/in Gehalt

    Die Ausbildung zum/zur Gleisbauer/in dauert drei Jahre und verläuft dual. Das bedeutet, dass du die nötige Praxis für deinen späteren Beruf in deinem Ausbildungsbetrieb erlangst, während du in der Berufsschule alle erlernten Techniken festigst und über die physikalischen Hintergründe des Schienenverkehrs Bescheid weißt.

    Demnach lernst du zunächst alle Grundlagen, die man für die Arbeit auf einer Baustelle benötigt. Welche Geräte, Maschinen und Werkzeuge braucht man eigentlich und wie setzt man sie richtig ein? Zu deinen neuen besten Freunden gehören auf jeden Fall Rüttelmaschinen, Bagger und Planierraupen sowie Gleismessgeräte. Außerdem erfährst du, wie man Beton und Mörtel richtig anmischt, diese in die entsprechenden Formen gießt und wie man Wandputz und Estrich korrekt aufträgt. Auch wie Baugruben sicher ausgehoben werden und wie man Baulöcher wieder verschließt wirst du in der Ausbildung zum/zur Gleisbauer/in lernen.

    Als nächsten stehen alle Verfahren auf dem Plan, die speziell für den Gleisbau wichtig sind. Schon bald weißt du, wie man die Gleisanlagen herstellt und Ober- und Unterbau sicher anfertigt. Dir wird gezeigt, was bei der Durchführung gleistechnischer Vermessungen zu beachten ist und wie du Schäden am Schienennetz erkennst. Du übst den Abnutzungsgrad der Gleise und Weichen zu beurteilen und Beeinträchtigungen wie Schienenbrüche zu beseitigen.

    Abschlussprüfung geschafft, Ausbildungszeugnis in der Tasche, dann kann es mit der Karriere ja losgehen. Um diese weiter anzukurbeln, kannst dich nach deiner Ausbildung weiterbilden. Lege doch zum Beispiel die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Gleisbau ab oder absolviere eine Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik mit dem Schwerpunkt Tiefbau. Mit dem Abitur oder dem Meister steht dir auch ein Studium in der Fachrichtung Bauingenieurwesen offen.

  5. Dein Arbeitsumfeld: Flotte Arbeit auf den Schienen.

    Gleisbauer/in Bilder

    In der Ausbildung zum/zur Gleisbauer/in bist du ständig auf anderen Baustellen unterwegs und musst immer genau da einspringen, wo gerade ein Schaden am Gleis entdeckt wurde. Dabei stehst du unter ziemlichem Zeitdruck, da der Schienenverkehr jeweils nur für kurze Zeit oder gar nicht unterbrochen werden darf. Arbeitseinsätze in der Nacht sind deshalb keine Seltenheit, da zu dieser Zeit besonders wenige Züge unterwegs sind. Ertönt ein Warnsignal und ein Zug nähert sich, musst du schnell reagieren und dich in Sicherheit bringen.

    Auf der Baustelle hast du mit schweren Maschinen und Geräten Kontakt sowie mit Baustoffen wie Stahl und Beton. Es entstehen also während der Arbeit Staub und Baulärm. Damit du geschützt bist, trägst du Schutzkleidung wie Handschuhe, Sicherheitsschuhe, Warnwesten und Gehörschutz. Die Arbeit ist außerdem sehr anstrengend, weshalb du körperlich fit sein solltest.

  6. Durchschnittsgehalt pro Ausbildungsjahr: Gleisbauer/in.

    Ø 1. Jahr
    715€
    Ø 2. Jahr
    1.005€
    Ø 3. Jahr
    1.260€
  7. 64 Ausbildungsplätze für Gleisbauer/in.

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    Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter/Gleisbauer (w/m) 2019

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