Deine Bewerbung bei Hochschule oder Unternehmen
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Deine Bewerbung bei Hochschule oder Unternehmen

Wer bekommt die Bewerbung?

Absolvierst du das duale Studium ausbildungsintegriert, bewirbst du dich in der Regel beim Unternehmen, das die Ausbildung übernimmt. Die Unternehmen wählen nach individuellen Kriterien aus, das heißt, du hast auch die Möglichkeit auf einen Studienplatz, wenn du die formalen Kriterien – zum Beispiel den Numerus Clausus – der Hochschule nicht zu 100 Prozent erfüllst. Es gibt aber auch Hochschulen, die nicht jeden Bewerber zulassen, auch wenn er einen Platz fürs duale Studium vorweisen kann. Und selbst als Einser-Kandidat bist du nicht safe, wenn die Uni dich mit Kussmund nehmen würde, aber kein Unternehmen dich auswählt. Wichtig ist, dass du dich im Vorfeld genau über die Bewerbungsmodalitäten der Hochschulen informierst, damit dich keine bösen Überraschungen erwarten.

Hast du das Unternehmen mit deiner Bewerbung und im Auswahlverfahren überzeugt, kannst du dich mit deinem Ausbildungsvertrag in der Tasche an der Uni einschreiben. Je nach Unternehmen, Hochschule und Bundesland kann es sein, dass du erst eine praktische Probezeit bestehen musst, bevor du dein theoretisches Studium starten darfst.

Vor allem an privaten Fachhochschulen und Berufsakademien kann es auch sein, dass die Bewerbung zuerst durch deren Hände gehen muss. Überzeugst du im nicht allzu schweren Verfahren, hilft die Hochschule dir dabei, ein passendes Unternehmen zu suchen. Ob du letztendlich bei einem Partnerunternehmen landest oder die Suche selber in die Hand nimmst, bleibt dir überlassen.

Ähnlich liegt der Fall beim praxisintegrierten dualen Studium. Hier machst du keine komplette Ausbildung, sondern stattdessen Praktika bei einem Unternehmen, das mit einer Hochschule kooperiert. In dem Fall kann die Bewerbung ebenfalls über die Hochschule abgewickelt werden.

Wichtig: Informiere dich vor der Bewerbung genau bei der Hochschule, ob du für die Einschreibung einen Ausbildungsvertrag brauchst, für die Bewerbung beim Unternehmen die Immatrikulationsbeschreibung oder ob die Uni besondere Zulassungsvoraussetzungen hat!

Wie finde ich Unternehmen und Studienplätze?

In der Regel haben die Hochschulen, die duale Studiengänge anbieten, feste Kooperationspartner. In dem Fall kannst du freie duale Studienplätze über die Seite der Hochschule finden. Hier hast du größere Chancen, auch kleine Unternehmen zu finden, die nicht bei großen kostenpflichtigen Stellenbörsen ausschreiben. Vor allem größere Unternehmen veröffentlichen ihre dualen Studienplätze auch in Jobbörsen oder in Datenbanken wie zum Beispiel von ABSOLVENTA oder der Agentur für Arbeit oder sind auf Berufs- und Studienmessen vertreten. Oder du wählst eine genauso einfache wie effektive Variante: Googlen, wobei du dabei aufpassen musst, dass du in der Masse der Ergebnisse nicht untergehst und aktuelle Angebote erwischst.

Unser Tipp: Geduld zahlt sich aus – wenn du bei den begehrten großen Unternehmen kein Glück hast, nutze das Potenzial kleinerer Firmen. Wichtig ist, dass du dich rechtzeitig kümmerst, da das duale Studium einen langen Vorlauf braucht: Anderthalb Jahre vor Ausbildungsbeginn solltest du mit deiner Bewerbung loslegen.

Was steckt in der Bewerbung drin?

Das duale Studium ist eine hochkarätige Ausbildung – und damit hochbegehrt. Das heißt, du musst dich gegen eine Vielzahl von anderen guten Bewerbern durchsetzen.

Wenn du dich bei einem Unternehmen für ein duales Studium bewirbst, ist es vergleichbar zu einer klassischen Job-Bewerbung – aber mit feinen Unterschieden.

Grundlegende Bestandteile sind auch hier:

  • Motivationsschreiben
  • Zeugnisse
  • Lebenslauf
  • Bewerbungsfoto

Formal solltest du korrekt angeben:

  • Deine Kontaktdaten
  • Die Adresse des Unternehmens
  • Den Ansprechpartner des Unternehmens
  • Den Betreff mit Stellenbezeichnung

Viele Unternehmen haben Online-Bewerbungsverfahren. In dem Fall gibst du direkt in eine Maske deine Daten ein. Außerdem werden teilweise Noten oder sogar Dinge wie Fehlstunden oder Sozialverhalten abgefragt. Hier werden harte Fakten verglichen – umso wichtiger ist es, dass du im individuellen Motivationsschreiben die Chance ergreifst, dich zu präsentieren!

Da du dich in der Regel direkt nach der Schule bewirbst, fehlen dir große praktische Erfahrungen sowie ein Studium oder eine Ausbildung. Das heißt, du musst den Platz in der Bewerbung anderweitig füllen. Aber nicht mit leerem Gelaber – sag genau so viel, wie es zu sagen gibt, und übertreibe nicht, sondern bleibe ehrlich. Der Punkt, der im Anschreiben rüberkommen musst, ist deine Motivation.

Das duale Studium ist mit seiner Doppelbelastung kein Kinderspiel – und kein Unternehmen möchte das Gefühl bekommen, dass du nach ein paar Wochen das Handtuch wirfst, weil es dir zu viel wird.

Hier ein paar Anregungen, welche Themen du in deiner Bewerbung behandeln kannst, um zu überzeugen:

  • Gehe zum Beispiel darauf ein, warum du das duale Studium einer Ausbildung oder dem klassischen Studium vorziehst.
  • Hebe Fächer hervor, in denen du in der Schule erfolgreich bist und die dir Spaß machen und bringe sie in Relation mit dem Studiengang
  • Erwähne eventuelle Auslandsaufenthalte, die über Partyurlaub hinausgehen, und unterstreiche damit Soft Skills wie Selbstständigkeit oder Kommunikationsstärke
  • Gib an, falls du schon praktischer Erfahrungen gemacht hast – das Schulpraktikum aber nur, wenn es wirklich relevant für deine Ziele war
  • Du hast einen Nebenjob, den du länger als ein paar Monate ausübst? Das zeigt, dass du bereits Erfahrung im Arbeitsleben hast.
  • Du bist total kommunikationsstark, flexibel und kannst analytisch denken? Dann belege es durch Beispiele. Vielleicht hast du ja ehrenamtlich gearbeitet oder bist Trainer in einer Fußballmannschaft?

Der Fokus sollte dabei nicht nur auf dir, sondern auf dem Unternehmen liegen. Das heißt, aus deiner Bewerbung muss hervorgehen, warum du gerade dort arbeiten willst. Nenne dabei den konkreten Ansprechpartner, damit nicht der Eindruck entsteht, dass du blind Massenbewerbungen losschickst.

Auch, wenn du dich bei der Hochschule bewirbst, kann es sein, dass du ein Motivationsschreiben brauchst. Ansonsten dürfen ein tabellarischer Lebenslauf sowie eine beglaubigte Kopie des Abiturzeugnisses nicht fehlen.

Egal, wo du dich bewirbst: Elementar sind eine sichere Rechtschreibung und Grammatik, eine übersichtliche Struktur sowie ein schickes Design, das du nicht von der erstbesten Seite runterkopiert hast. Versuche auch, Floskeln zu vermeiden, die jeder Personaler schon 100mal gelesen hat.

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