Schulische Ausbildung finanzieren
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Schulische Ausbildung finanzieren

Ohne Moos nix los: Keine Beihilfe in der schulischen Ausbildung

In medizinischen Ausbildungsberufen werden Auszubildende über Berufsfachschulen ausgebildet, die sich in privater Hand befinden. Daher müssen Auszubildende mitunter bis zu 600 Euro monatlich zahlen. Trotzdem hast du keinen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe. Viele Schüler gehen dann nebenbei arbeiten und vernachlässigen das Lernen für den Unterricht.

Aufatmen: du bekommst Wohngeld

Damit du dir deine Miete für die erste Wohnung leisten kannst, hast du die Möglichkeit Wohngeld zu beantragen. Hierfür musst du volljährig sein und der zuständigen Behörde den Ablehnungsbescheid für die Berufsausbildungsbeihilfe, kurz BAB, vorlegen sowie einen Nachweis, dass du nicht mehr bei den Eltern wohnst. Die zuständige Behörde findest du am einfachsten, wenn du bei Google nach den Stichwörtern Wohngeld und deiner Stadt suchst.

Alternative Schüler-BAföG

Du bekommst zwar keine Berufausbildungsbeihilfe, kannst aber Schüler-BaföG beantragen, solange du das 30. Lebensjahr noch nicht erreicht hast und es sich mindestens um eine zweijährige Ausbildung handelt. Das Schüler-BaföG erhälst du lediglich für die Erstausbildung und wird dir monatlich ausgezhalt. Die Höhe der Förderung ist abhängig vom Einkommen der Eltern und muss bis zu einer Höhe von 10.000 Euro zurückgezahlt werden. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem Wohnort der Eltern oder, bei unterschiedlichen Wohnorten, nach dem Wohnort des Auszubildenden.

Der Weg über die Umschulung

In seltenen Fällen kann die schulische Ausbildung auch durch die Agentur für Arbeit finanziert werden, wenn es sich um eine Umschulung des Auszubildenden handelt. Dafür informierst du dich am besten bei der Agentur für Arbeit bei den örtlichen Sachbearbeiter.

Schlaues Kerlchen! Die Begabtenförderung

Wenn du ehrgeizig bist und gute Noten vorweisen kannst, hast du die Möglichkeit über ein Stipendium die Kosten für die Schule zu decken. Ob die Berufsfachschule Stipendien vergibt, erfragst du am besten direkt bei der Ausbildungsstätte.

Unter 25? Dann hast du Anspruch auf Kindergeld

Bis zu deinem 25. Lebensjahr bekommst du während der schulischen Ausbildung noch das Kindergeld. Einen Antrag müssen deine Eltern oder Erziehungsberechtigten bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit stellen.

Soziale Hilfe im Sozialstaat

Schülerinnen können generell einen Antrag auf Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem zweiten Sozialgesetzbuch stellen.

Später zahlen: der Bildungskredit

Wie auch beim Studium mit dem Studienkredit hast du die Möglichkeit einen Bildungskredit aufzunehmen. Dieser steht unabhängig vom BaföG oder der Eltern zur Verfügung und ergänzt das BAföG. Damit du Anspruch auf den Kredit hast, musst du volljährig sein. Die Altersgrenze für die Förderung liegt bei 36 Jahren.

Ausnahme Altenpflege

Eine Ausnahme gibt es bei der Berufausbildungsbeihilfe, und zwar für die Ausbildung zum/zur Altenpfleger/in. Rein schulische Ausbildungen sind allerdings nicht förderungsfähig.

Denk an die Steuer und spare!

Einen Teil der Schulkosten können deine Eltern oder Erziehungsberechtigten als Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Voraussetzung hierfür ist, dass sie Kindergeld erhalten. Du kannst auch selber deine Kosten für Bücher oder ähnliches über Werbungskosten mit der Steuer geltend machen. Allerdings musst du dann immer selber gezahlt haben oder die Verträge selber geschlossen haben.

Ob mit Auto oder Bahn: Erstatte deine Fahrtkosten

Je nach Bundesland gibt es verschiedene Regelungen für die Erstattung der Fahrtkosten zur Ausbildungsstätte oder aber zur Berufsfachschule. Meistens fällt unter Fahrtkosten der Weg von der Wohnung zur Schule und nach Hause. Dabei gibt es verschiedene Verkehrsmittel, deren Kosten rückerstattet werden.

Profitiere von deiner schulischen Ausbildung

Neben den genannten Möglichkeiten hast du im Alltag generell viele vergünstigte Preise und Eintritte, die du nutzen kannst. So erhälst du zum Beispiel wichtige Programme für dein Notebook zum günstigeren Preis. Zusätzlich gibt es Tarifanbieter, die dir einen günstigen Handy- oder Internetvertrag anbieten. Wenn du ein Auto besitzt, sparst du bei der Kfz-Versicherung. Viele Anbieter bieten einen sogenannten Azubi-Rabatt. Auch bei der Haftpflichtversicherung kannst du dich über deine Eltern mit der Familienversicherung mitversichern. Für das Girokonto bei deiner Bank musst du ebenfalls noch nichts zahlen, wenn du in deiner Ausbildung steckst. Auch beim Zahnarzt erhälst du Vergünstigungen, beispielsweise beim Zahnersatz. Für das Museum oder den Kinofilm bekommst du auch ein vergünstigtes Ticket. Das gilt auch für das monatliche Straßen- oder U-Bahnticket. Oft lohnt es sich, genauer nachzufragen, ob es Vergünstigungen für Auszubildende gibt. Denn dann zahlst du nicht unnötig und umsonst zu viel Geld in deinem Alltag.

Du siehst also: Es gibt diverse Möglichkeiten für dich und du wirst finanziell unterstützt, sodass du dich voll und ganz auf den Unterrichtsstoff konzentrieren kannst.

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