Wohngeld in der Ausbildung

Wohngeld – was ist das?

Wohngeld ist eine Form der staatlichen Unterstützung. Die Idee dahinter ist, bedürftigen Bürgern Hilfestellung in Form von Zuschüssen zu den finanziellen Aufwendungen für ihren Wohnraum zu geben. Das Wohngeld stellt dabei sicher, dass den Anspruchsberechtigten ein angemessenes und gegebenenfalls auch familiengerechtes Wohnen ermöglicht wird. Die Anspruchsberechtigung hängt hier von drei Faktoren ab:

  • Anzahl der Haushaltsmitglieder

  • Gesamteinkommen des Haushalts

  • Mietkosten

Den Antrag auf Wohngeld stellt man bei der Wohngeldstelle der jeweiligen Gemeinde.

Bekomme ich als Azubi Wohngeld?

Um die Frage nach Wohngeldanspruch gleich zu Beginn zu beantworten: Nein, du bekommst als Azubi/ne in der Regel kein Wohngeld. Das liegt daran, dass du grundsätzlich Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) hast – unabhängig davon, ob du sie beantragt hast oder nicht. Sollte dein Antrag auf Berufsausbildungshilfe bereits abgelehnt worden sein, weil du oder deine Eltern zu viel verdienen, hast du leider dennoch keinen Anspruch auf Wohngeld.

Wann bin ich von dieser Regelung ausgenommen?

Du kannst als Azubine oder Azubi nur dann Wohngeld beantragen, wenn dir Berufsausbildungsbeihilfe dem Grunde nach nicht zusteht. Das ist meist dann der Fall, wenn du entweder bereits deine zweite Ausbildung absolvierst oder einen staatlich nicht anerkannten Beruf erlernst. Außerdem musst du über 18 Jahre alt sein und darfst nicht mehr Zuhause wohnen.

Wohngeld in einer schulischen Ausbildung

Im Gegensatz zu Azubinen und Azubis in einer beruflichen Ausbildung, hast du in einer schulischen Ausbildung keinen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe, dafür kannst du aber versuchen BAföG zu beantragen. Obwohl der Antrag oft nicht genehmigt wird, ist es ein notwendiger Schritt, um im Folgenden Wohngeld beantragen zu können.

» Weitere Finanzierungsmöglichkeiten für die schulische Ausbildung findest du hier.

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