So verändert die Digitalisierung Ausbildung und Arbeitsleben.

So verändert die Digitalisierung Ausbildung und Arbeitsleben.

Tik Tok, Instagram und YouTube – die Digitalisierung hat große Auswirkungen auf unser Privatleben. Das zeigt sich aber nicht nur in den sozialen Netzwerken, die wir tagtäglich nutzen. Durch den technischen Fortschritt ändern sich auch die Arbeitswelt und die Art und Weise, wie Auszubildende lernen. Hier erfährst du, inwiefern die Digitalisierung das Arbeitsleben beeinflusst und welche neuen Anforderungen an Auszubildende gestellt werden.

Lächelndes Mädchen
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Und du?
  1. Die neuen Herausforderungen der Arbeitswelt.

    Die Arbeitswelt muss sich der fortschreitenden Digitalisierung und den neuen technischen Möglichkeiten anpassen. Das umfasst nicht nur die Lerninhalte, sondern auch die Lernmethoden in der Ausbildung. So wird auf der einen Seite neues fachliches Wissen nötig, auf der anderen Seite steht vor allem die Entwicklung neuer Kompetenzen im Mittelpunkt, da sich das Wissen sehr schnell verändert und immer wieder neue Systeme und technische Möglichkeiten entstehen. Zu den Kompetenzen, die in Zukunft besonders gefragt sind, gehören zum Beispiel:

    • Systematisches/kreatives/lösungsorientiertes Denken
    • Abstraktionsfähigkeit
    • Selbstorganisation
    • Kommunikative Fähigkeiten
    • Anpassungsbereitschaft und -fähigkeit

    Deswegen geht es in Ausbildungen zunehmend darum, diese Kompetenzen zu fördern und eine schnelle Informationsverarbeitung und -umsetzung zu vermitteln.

  2. Digitale Medien: Neue Möglichkeiten in der Ausbildung.

    Um Auszubildende auf die zukünftige Arbeitswelt optimal vorzubereiten und Kompetenzen zu fördern, werden digitale Medien vermehrt in Ausbildung und Arbeit eingesetzt. Als digitale Medien sind verschiedene Technologien, neue Lernmethoden sowie Online-Angebote zu verstehen, die für das Lernen bestimmt sind. Damit ist einerseits die Hardware an sich gemeint, also beispielsweise Tablets, VR-Brillen etc., andererseits auch die Software, also die konkreten Online-Dienste wie zum Beispiel Lernmanagementsysteme, Apps etc. Daraus ergeben sich viele neue Möglichkeiten des Lernens, die zeit- und ortsunabhängig sind und dadurch selbstständigeres Lernen sicherstellen. Dazu gehören zum Beispiel:

    • Multimediales Lernen (Text, Bild, Video und Audio)
    • Interaktionen mit dem Lernstoff (webbasierte Lernspiele, Virtual-Reality-Anwendungen…)
    • Vereinfachte und gesteigerte Kommunikation zwischen Ausbildern und Auszubildenden aber auch den Lernenden untereinander (E-Mail, Chats, Foren…)
    • Speicherung, Verfügbarmachung, gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten (Google Docs, One Note, Dropbox…)
    • Prüfen von Lernfortschritten durch Online-Tests oder E-Klausuren
  3. Was bedeutet das für dich?

    Durch den Einsatz digitaler Medien kann das Lernen individuell gestaltet werden. Inhalte können selbst zusammengestellt werden, Zeitpunkt und Tempo des Lernens selbst bestimmt werden. Dadurch können Auszubildende ihrem eigenen Rhythmus folgen, sowie verschiedene Medien und Methoden für individualisiertes Lernen nutzen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich selbst zu kontrollieren und den eigenen Lernfortschritt durch E-Klausuren und Online-Tests zu messen.

    Für dich bedeutet das mehr Autonomie und Freiheit, gleichzeitig geht damit auch mehr Selbstverantwortung einher. Das eigenverantwortliche Lernen kann zwar erstmal eine Herausforderung sein, fördert aber genau die Kompetenzen, die später im Berufsleben erwünscht sind.

  4. Praxisorientiertes Lernen statt trockener Theorie.

    Der Einsatz von digitalen Medien in der Ausbildung fördert wichtige Kompetenzen, die dich fit für das Berufsleben machen. Das Lernen wird multimedial und interaktiv, gleichzeitig ermöglichen die neuen Methoden mehr Eigenständigkeit. Du stehst außerdem in einer engeren Zusammenarbeit mit anderen Auszubildenden und mit den Ausbildungsverantwortlichen, die dich jederzeit unterstützen können.

    Dadurch werden auch deine Kommunikationsfähigkeit und Selbstorganisation gefördert. Allgemein ist also nicht nur trockene Theorie zu erwarten. Durch die Digitalisierung können Ausbildungen dynamisch und praxisorientiert gestaltet werden und dich so optimal auf die neuen Anforderungen der Zukunft vorbereiten – und dazu auch noch Spaß machen.

    Wenn du mehr darüber erfahren willst, gibt es hier ein kostenloses Heft zum Herunterladen.

    Bildnachweis Artikelbild: cornelsen ecademy

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