Berichtsheft
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Berichtsheft

Wozu gibt es das Berichtsheft?

Eine deiner Pflichten als Azubi ist es, ein Berichtsheft zu führen. In diesem dokumentierst du alles, was du während der Ausbildung gemacht und gelernt hast. Auf diese Weise kann festgestellt werden, ob du ordnungsgemäß ausgebildet wurdest. Du hast darauf keine Lust? Sorry, aber es ist Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung. Heißt: kein Berichtsheft, keine abgeschlossene Ausbildung. Es sei denn, du bist Umschüler. Dann kann dir das Berichtsheft egal sein.

Was gehört zum Berichtsheft?

Das Berichtsheft bekommst du kostenlos von deinem Ausbildungsbetrieb oder online auf den Seiten der IHK und HWK. Zum Berichtsheft gehören ein Deckblatt, der Ausbildungsverlauf sowie die täglichen oder wöchentlichen Ausbildungsnachweise.

Wie schreibt man das Berichtsheft?

Den Ausbildungsnachweis führst du entweder täglich oder wöchentlich. Technische Azubis wählen in der Regel den täglichen Bericht, während kaufmännische Azubis eher die wöchentliche Variante bevorzugen. Die Form ist dabei nicht fest vorgeschrieben. Trotzdem musst du einige Mindestanforderungen beachten:

  • Jedes Blatt muss mit deinem Namen, dem Ausbildungsjahr sowie dem Berichtszeitraum versehen sein.

Ausbildungsnachweis

  • Die Ausbildungsinhalte müssen mindestens in Stichpunkten eingetragen werden. Schreibe aber am besten nicht einfach nur „Wareneingang“, sondern beschreibe deine Aufgaben etwas genauer. Ein Beispiel siehst du hier.
Betriebliche Tätigkeiten
Waren angenommen und Lieferschein kontrolliert; Waren beim Auspacken auf Mängel überprüft; Warenmängel reklamiert; Ware fachgerecht im Lager verstaut und Vorgänge in SAP dokumentiert
  • Du solltest nicht nur deine Tätigkeiten im Betrieb beschreiben, sondern auch alle Einweisungen, Schulungen und betrieblichen Unterricht vermerken.

  • Die Themen des Berufsschulunterrichts müssen auch im Berichtsheft vermerkt werden.

  • Das Berichtsheft muss am besten wöchentlich oder mindestens einmal im Monat vom Ausbilder kontrolliert und unterschrieben werden. Außerdem musst du selbst noch unterschreiben oder aber deine Eltern, wenn du noch minderjährig bist.

Wann solltest du dein Berichtsheft schreiben?

Dein Berichtsheft schreibst du am besten während der Ausbildungszeit im Betrieb. Dein Ausbilder muss dir diese Zeit einräumen. Der zeitliche Aufwand ist schließlich nicht groß:

  • Täglicher Bericht: etwa 5-10min
  • Wöchentlicher Bericht: etwa 20-30min

Wird das Berichtsheft benotet?

Nein, das Berichtsheft wird nicht benotet. Es ist lediglich ein Ausbildungsnachweis für die IHK, um zu wissen, dass du während deiner Ausbildung die nötigen Fertigkeiten gelernt hast.

Alles auf einen Blick

Zunächst solltest du dich bei deinem Ausbilder erkundigen, ob du ein tägliches oder lieber ein wöchentliches Berichtsheft führen sollst.

  • Fang früh genug an! Das ist besonders wichtig, wenn du ein tägliches Berichtsheft führen musst. Mach dir am besten Notizen, damit du nicht vergisst, was du den ganzen Tag so gemacht hast oder dir etwas aus den Fingern saugen musst. Das ist dann noch anstrengender und stressiger.

  • Angst vor Langeweile? Sei ruhig etwas kreativ! Keiner hat gesagt, dass dein Berichtsheft stumpf schwarz auf weiß sein muss. Machst du zum Beispiel eine technische Ausbildung, fertige ein paar Zeichnungen, Skizzen oder Fotos an, um deutlich zu machen, welche Maschinen du gewartet oder aufgebaut hast.

  • Sauklaue? Verwende lieber eines der vielen Online-Berichtshefte oder probiere Berichtshefteapps auf deinem Smartphone aus! Jedoch können diese etwas kosten. Schau dich also vorher genau um, welches Angebot passend ist.

  • Vereinbare regelmäßige Termine mit deinem Ausbilder, damit ihr nicht vergesst, das Berichtsheft zu kontrollieren und zu unterschreiben.

Lesetipps:

>> Arbeitszeiten in der Ausbildung

>> Ausbildung verkürzen

>> Fakten zu deinem Ausbildungsvertrag

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