Studienorganisation.

Studienorganisation.

Als Neuling in der Welt der Hochschulen ist es nicht leicht, die Strukturen von Studiengängen zu verstehen – schließlich warst du bisher eher den Schulunterricht gewohnt. Mit Azubi.de wird die Studienorganisation im dualen Studium ganz easy, damit du entspannt ins Semester startest!

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Und du?
  1. Studienorganisation.

    Im dualen Studium sind Ablauf und Inhalt ideal aufeinander abgestimmt. Das bedeutet, dass Hochschulen und Unternehmen eng miteinander kooperieren, um dich optimal theoretisch und praktisch auf den Bachelorabschluss vorzubereiten.

    Jedoch ist das duale Studium in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Die letztendliche Studienorganisation kann sich daher von Hochschule zu Hochschule und Bundesland zu Bundesland stark unterscheiden.

  2. Bachelor of what? – Abschlüsse.

    Je nach Studiengang und Fachrichtung schließt du das duale Studium mit einem von fünf Bachelorabschlüssen ab:

    Abschluss Fächergruppe
    Bachelor of Arts (B.A.)
    • Sozialwissenschaften
    • Sprachwissenschaften
    • Kulturwissenschaften
    • Informationswissenschaften
    • Wirtschaftswissenschaften
    Bachelor of Science (B.Sc.)
    • MINT-Fächer
    • Wirtschaftswissenschaften
    Bachelor of Engineering (B.Eng.)
    • Ingenieurwissenschaften
    Bachelor of Laws (LL.B.)
    • Rechtswissenschaften
    Bachelor of Education (B.Ed.)
    • Lehramt

    Dein Bachelorabschluss berechtigt dich außerdem zu einem Masterstudium. Jedoch kann es an Universitäten zu Problemen mit der Credit-Anzahl kommen, sodass einige Berufsakademien mittlerweile auch den dualen Master anbieten.

  3. Studiendauer.

    Normalerweise dauert das duale Studium drei bis fünf Jahre. Dabei kommt es in erster Linie darauf an, für welches Studienmodell du dich entscheidest. Ausbildungsintegrierende duale Studiengänge haben oftmals eine längere Studienzeit als praxisintegrierte Studiengänge, da du in deiner Praxiszeit eine Berufsausbildung absolvierst.

    Außerdem kann es sein, dass du in den praktischen Ausbildungsphasen einmal die Woche zur Berufsschule musst, damit du auf die Zwischen- und Abschlussprüfung der zuständigen Industrie- oder Handelskammer vorbereitet bist.

  4. Lehrveranstaltungen.

    Neben Credit Points, Modulen und Vorlesungsverzeichnissen stolpern besonders Studienanfänger/innen über verschiedene Arten von Lehrveranstaltungen. Hier gibt es eine Einführung in die Grundlagen:

    Vorlesung: Sitzbänke voll mit Studenten, der Dozent steht vorne und hält einen Vortrag – besser kann man eine Vorlesung eigentlich nicht beschreiben. Dabei geht es vor allem ums Zuhören und Mitschreiben.

    Übung: Eine Übung ist eine Ergänzung zur Vorlesung. Dort kannst du den wissenschaftlichen Mitarbeitern nochmal Fragen zur Vorlesung stellen oder Themen üben und vertiefen.

    Seminar: Ein Seminar ist wie eine kleine Vorlesung. In kleinen Gruppen erarbeitest du hier ein Thema, entweder durch Übungen, Diskussionen oder Referate. Zum Ende des Seminars musst du meistens eine Seminararbeit schreiben. Auch das kann in der Gruppe gemacht werden.

    Tutorium: Tutorien sind ähnlich wie Übungen und Seminare. Meistens werden diese Veranstaltungen von älteren Studenten/innen betreut. Im Tutorium geben sie dir Einführungen in das wissenschaftliche Arbeiten oder zeigen dir, wie man das Statistikprogramm benutzt.

  5. Anwesenheitspflicht.

    Bei so gut wie allen Lehrveranstaltungen deines dualen Studiums besteht Anwesenheitspflicht. Ganz klassisch bedeutet das, dass deine Fehlzeiten dem Ausbildungsunternehmen mitgeteilt werden. Solltest du mal krank sein, musst du außerdem eine Kopie des Krankenscheins bei der Uni einreichen, denn das Original bekommt oftmals dein Ausbildungsbetrieb.

  6. Exmatrikulation.

    Vielleicht hast du gemerkt, dass das duale Studium doch nichts für dich ist. Um es zu beenden, musst du dich exmatrikulieren. In der Regel findet eine Exmatrikulation zum Ende des Semesters statt. Gibt es besondere Gründe, kann die Exmatrikulation unter Umständen auch schon früher ausgesprochen werden:

    • Bist du mehrmals durch die Prüfungsleistungen gefallen, weil deine Prüfungsvorbereitung schlecht war, kann die Exmatrikulation auch mit sofortiger Wirkung vollzogen werden.

    • Bei der Kündigung deines Studien- oder Ausbildungsvertrages wird das duale Studium zum Kündigungstermin beendet.

    Du hast dein duales Studium vorzeitig beendet und fragst dich, was kommt jetzt? Vielleicht ist eine Ausbildung eher dein Ding. Alle Ausbildungsberufe findest du hier.

  7. Tipps zur Studienorganisation.

    Damit es im dualen Studium nicht chaotisch wird, findest du hier ein paar Tipps zur Studienorganisation:

    Einschreiben und Rückmeldung.

    Deine Bewerbung war erfolgreich, du hast die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt und alle erforderlichen Nachweise eingereicht. Dann kannst du mit der Immatrikulation starten. Hast du das entsprechende Formular an die Hochschule zurückgeschickt, werden Semesterbeiträge fällig. Sobald du diese überwiesen hast, bist du offiziell Student. Das gleiche gilt übrigens auch bei der Rückmeldung nach deinen Praxisphasen. Einfach Formular ausfüllen und Semesterbeiträge überweisen und schon ist die Rückmeldung vollständig.

    Vorlesungen.

    Die meisten Dozenten stellen für ihre Vorlesungen Vorlesungsskripte zur Verfügung. Vorlesungsskript bedeutet, dass die Folien der Präsentation den Studenten/innen zur Verfügung gestellt werden. Am Rand kannst du dir ausführliche Notizen machen, Stichwörter zusammenfassen und dir Rückfragen für später vermerken.

    Richtig lernen.

    Klingt wie Schule, aber Deadlines und Klausurtermine solltest du dir am besten im Kalender vermerken. Gerade in den ersten Semestern bekommt man viel Input und die Studienorganisation ist oft verwirrend.

    Auslandssemester.

    Auslandssemester im dualen Studium sind zwar noch immer nicht die Regel, aber der Aufwand lohnt sich. Fang am besten ein Jahr vorher mit der Organisation an, damit alles klappt und du ins Ausland gehen kannst.

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