Brutto und Netto
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Brutto und Netto

Dein Gehalt in der Ausbildung

Mit Beginn deiner Ausbildung verdienst du gleich dein erstes eigenes Geld. Das ist für viele reizvoll und ein entscheidender Punkt, warum die Ausbildung vielleicht dem Studium vorgezogen wird – wenn auch bei letzterem die langfristigen Perspektiven erfolgsversprechender sind. Doch lass dich von der Aussicht auf schnelles Geld nicht täuschen, denn auch in der Ausbildung verdienst du nicht gleich Unsummen. Da du noch keine ausgebildete Fachkraft bist, erhältst du zunächst nicht das Gehalt, das du später in deinem Beruf verdienen wirst. So beginnst du meist mit einem eher niedrigen Lohn, der sich im Laufe deiner Ausbildungsdauer staffelt – parallel zu deinem Wissenstand und deiner Verantwortung entwickelt sich also auch dein Gehalt.

Dabei kann das Ausbildungsgehalt völlig unterschiedlich ausfallen. Maßgeblich sind hier neben dem einzelnen Ausbildungsberuf auch Branche, Bundesland, Region und Unternehmensgröße. All diese Faktoren beeinflussen dein Gehalt und bestimmen dessen Höhe mit. Du siehst schon: Eine einheitliche Angabe gibt es hier nicht. Mit welchem Gehalt du aber durchschnittlich in deiner Wunsch-Ausbildung rechnen kannst, entnimmst du unseren einzelnen Berufsseiten: Einfach Ausbildung aussuchen und erkundigen! Die dort angegebenen Werte sind dein Bruttogehalt.

Bruttogehalt: Dein Gesamtgehalt ohne Abzüge

Dein Bruttogehalt ergibt sich aus der Gesamtheit aller erzielter Einkünfte: Aus deiner festgelegten Ausbildungsvergütung, eventuellen Zulagen und Einmalzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Dabei bezeichnet dein Bruttogehalt die Summe, von der noch keine Steuern, Krankenkassenbeiträge oder Pflege- und Rentenversicherungsbeträge abgebucht wurden. Das Bruttoeinkommen dient immer als Basis. Diese Zahl steht auch in deinem Ausbildungsvertrag.

Vielleicht erhältst du auch Sachleistungen wie eine Unterkunft oder Verpflegung, sodass dir diese von deinem eigentlichen Gehalt abgezogen werden. Neben solchen Sonderregelungen musst du auch weitere Abzüge leisten. Diese werden direkt von deinem Bruttogehalt heruntergerechnet – allerdings erst ab einer Ausbildungsvergütung von 325 Euro. Bis zu dieser Grenze musst du keinerlei Abzügen zahlen; das Bruttogehalt entspricht dann dem Nettogehalt.

Nettogehalt – Abzüge in der Ausbildung

Dein Nettogehalt ist der Betrag, der nach allen Abzügen tatsächlich auf deinem Konto eingeht. Du musst an diese Zahlungen natürlich nicht selbst denken, die überweist dein Arbeitgeber sofort an die entsprechende Stelle. Du hältst diese Abzüge quasi nie in den Händen, sondern erhältst gleich dein Nettogehalt aufs Konto.

Folgende Abzüge werden zum Beispiel von deinem Bruttogehalt abgezogen:

  • Lohnsteuer: Die Lohnsteuer kann je nach Familienstand und Bundesland ganz unterschiedlich ausfallen. Je höher dein Einkommen ist, desto höher ist auch dein Lohnsteuersatz.
  • Sozialabgaben: Insgesamt sind das ca. 20 Prozent deines Bruttogehaltes. Hierunter fallen Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherung.
  • Kirchensteuer: Das gilt natürlich nur, sofern du auch in der Kirche bist.
  • Solidaritätszuschlag: Dieser wird seit der Wiedervereinigung Deutschlands bezahlt und beträgt 5,5 Prozent. Der „Soli“ muss aber erst ab einem bestimmten Einkommen bezahlt werden, das du in einer Ausbildung meist nicht erreichst.

Förderungsmöglichkeiten: Wenn netto zu wenig übrig bleibt

Du bist überrascht, wie viel du doch schon so früh zahlen musst; und stellst nun leider fest, dass du mit deinem Ausbildungsgehalt netto doch nicht hinkommen wirst? Keine Sorge, es gibt eine Reihe Fördermöglichkeiten wie zum Beispiel:

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