Das perfekte duale Studium finden – eine Herkulesaufgabe

Was soll ich eigentlich studieren?

Um diese Frage beantworten zu können, ist es wichtig, dass du dir zunächst Zeit nimmst. Zwischen Tür und Angel sollte man nie eine Entscheidung treffen, ansonsten ist die Gefahr recht groß, dass du das duale Studium schnell wieder abbrichst. Zunächst solltest du dir also klarmachen, warum du eigentlich ein duales Studium machen willst. Dir sollte bewusst sein, dass ein duales Studium nicht nur Vorteile hat, sondern noch aufwendiger als ein reguläres Studium ist, da du sehr viel mehr Praxis in dein Studium integrierst als andere Bachelorstudenten. Dieser Doppelbelastung ist nicht jeder gewachsen.

Deine Entscheidung steht fest? Bei der Wahl des passenden Studienfachs sollten nun also deine Stärken und Schwächen sowie deine persönlichen Interessen im Fokus stehen. Diese können meist in sechs Bereiche unterteilt werden:

Kreative Interessen

Gehört malen, singen, Sprachen lernen oder Texte schreiben zu deinen Hobbys, bist du womöglich im kreativen Bereich am besten aufgehoben. Du solltest dich dann nach dualen Studiengängen umschauen, bei denen du gestalterisch tätig werden kannst, dein Sinn für Ästhetik gefragt ist oder deine Sprachkenntnisse zum Einsatz kommen. Bei manchen Studienfächern kannst du auch alles verbinden, so zum Beispiel in der Medienbranche.

Soziale Interessen

Vielleicht hast du dich bereits neben der Schule ehrenamtlich engagiert. Egal, ob du nun mit Kindern im Flüchtlingsheim gespielt hast, Essen in der Obdachlosenunterkunft ausgegeben hast, Demenzkranken vorgelesen hast oder anderen Nachhilfe gegeben hast – hat dir das Spaß gemacht, steht wohl fest, du solltest was mit Menschen machen. Wie das letztendlich aussieht, bleibt dabei dir überlassen. Möchtest du andere direkt beraten, pflegen oder betreuen, bieten sich die Bereiche Pflege und Pädagogik an. Steht für dich zwar der Mensch im Mittelpunkt, aber du möchtest doch eher Richtung Management gehen, bietet sich auch das Sozialmanagement oder Arbeitsmarktmanagement an.

Wirtschaftliche Interessen

Deine Lieblingsbeschäftigung ist es, abends den Börsenbericht im Fernsehen zu schauen? Schulaufgaben erledigst du vor allem strategisch und effizient, um auch noch Zeit für andere Dinge zu haben? Du planst, koordinierst und organisierst gerne Vereinsfahrten, Trips mit deinen Freunden und hast dabei auch noch das Budget im Auge? Wenn dir Zahlen keine Angst machen und du gute bis sehr gute Noten in Mathe hast, solltest du überlegen, ob ein wirtschaftliches Studium was für dich ist. Großer Vorteil hier: Wirtschaftskenntnisse sind in jeder Branche gefragt. Merkst du also nach dem dualen Studium, du möchtest in eine ganz andere Richtung gehen, ist das mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium überhaupt kein Problem.

Technische Interessen

Niete in Mathe? Dann bist du hier leider falsch. Wie du neben guten Noten in Mathe, Physik und Chemie merkst, ob ein technisches duales Studium was für dich ist: Du behältst auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf. Du tüftelst gerne und zu Problemen fallen dir mehrere Lösungsansätze ein. Dinge sollten vor allem handlich und brauchbar sein. Deswegen sind dir bei deinem ersten Auto zunächst auch die Technik und Leistung wichtiger als Farbe und Design. Wenn du dich darin ansatzweise wiederfindest, sind das erste Zeichen, um ein technisches duales Studium oder ein IT-Studium in die engere Auswahl aufzunehmen.

Und jetzt?

Das richtige Studium findest du also, wenn du dich mit deinen Interessen vertraut machst. Auch die Studienberatung einer Hochschule kann dir weiterhelfen. Oder du nutzt unseren Beruf-Check, der dir bei der Wahl des passenden dualen Studiengangs hilft. Auf Basis deines persönlichen Interessenprofils werden dir in der Ergebnisliste passende Möglichkeiten aufgezeigt, auf die du dich auch gleich bewerben kannst. Probier es aus!

» Zum Beruf-Check

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