Welche dualen Studiengänge gibt es?
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Welche dualen Studiengänge gibt es?

Welche Studiengänge sind dual?

Theoretisch kannst du nahezu alle Studiengänge auch dual absolvieren, sofern du ein Unternehmen findest, das dir den praktischen Teil ermöglicht.

Besonders verbreitet sind betriebswirtschaftliche Studiengänge, bei denen du zusätzlich zu deinem BWL-Studium – je nach Schwerpunkt – zum Beispiel eine Ausbildung zum/zur Industriekaufmann/frau, zum/zur Bankkaufmann/frau oder zum/zur Sportfachmann/frau abschließt. Am Ende hältst du nicht nur deinen Bachelor of Arts, sondern auch dein IHK-Zeugnis in den Händen.

Auch im Bereich Informatik ist das duale Studienangebot besonders hoch: Hier kannst du zum Beispiel Wirtschaftsinformatik studieren und parallel eine Ausbildung zum/zur Fachinformatiker/in, zum/zur Informatikkaufmann/frau oder zum/zur IT-System-Kaufmann/frau machen. Am Ende deines dualen Studiums bist du Bachelor of Science.

Viele duale Studienplätze gibt es zudem in Sachen Maschinenbau oder Ingenieurwesen. Gerade größere Automarken sind hier stets auf der Suche nach ambitionierten und ehrgeizigen dualen Studenten. Als Bachelor of Engineering kannst du zum Beispiel die Ausbildungen zum/zur Zimmerer/in, zum/zur technischen Produktdesigner/in oder zum/zur Mechatroniker/in in dein duales Studium integrieren.

Besonders begehrt sind auch duale Studiengänge im öffentlichen Dienst. Hier lockt nicht nur die Verbeamtung, sondern auch sein sehr gutes Gehalt. Kombinierbar ist im dualen Studiengang gehobener Polizeivollzugsdienst die Ausbildung zum/zur Polizeibeamten/in. Im dualen Studiengang öffentliche Verwaltung kannst du die Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten absolvieren.

Wer eher in den sozialen Bereich möchte, kann den dualen Studiengang Soziale Arbeit beginnen. Hier lässt sich parallel allerdings keine Ausbildung absolvieren, da in diesem Bereich keine Ausbildung verknüpft werden kann. Deine Praxisphasen sind also Praktika und du hast am Ende deines dualen Studiengangs Soziale Arbeit „nur“ einen Bachelor of Arts.

Wählst du aber den dualen Studiengang Pflege, kannst du hier die Ausbildungen zum/zur Altenpfleger/in, zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in oder zum/zur Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in machen. Am Ende erhältst du den Bachelor of Nursing.

Nicht so verbreitet, aber dennoch nicht unüblich, sind duale Studiengänge in der Gesundheitsbranche, in der Landwirtschaft oder im Kunst- und Kulturbereich.

Wie kann ich dual studieren?

Um dual studieren zu können, benötigst du zunächst die Hochschulzugangsberechtigung, also das Abitur oder das Fachabitur. Je nachdem, was du dual studieren möchtest, solltest du in den studiengangsbezogenen Fächern auch sehr gute Noten haben. Studierst du also zum Beispiel Eventmanagement und machst parallel dazu deine Ausbildung zum/zur Kaufmann/frau für Marketingkommunikation, solltest du gut in Deutsch und gegebenenfalls Englisch sein.

Grundsätzlich kann man sagen, dass dual Studierende eine große Portion Fleiß mitbringen sollten, da sie einen stressigeren Alltag als ihre einfach studierenden Kommilitonen haben. Aus diesem Grund sollte dein gesamtes (Fach-)Abitur ziemlich gut sein, damit die Personaler deine Leistungsbereitschaft bereits auf dem Papier sehen können – schließlich bewirbst du dich in den meisten Fällen zunächst bei dem Unternehmen und nicht bei der Hochschule. Hier kann es also auch sein, dass du Bewerbungsgespräche führst oder ein Assessment Center durchläufst. Hast du im Bewerbungsprozess überzeugt, wirst du dich bei der Hochschule oder Berufsakademie, mit der dein Unternehmen zusammenarbeitet, immatrikulieren. Dies ist eher eine formale Hürde – viel kann hier nicht mehr schiefgehen.

Wichtig ist vor allem, dass du gern praktisch arbeitest und sehr ehrgeizig bist. Der Doppelbelastung von Ausbildung und Studium ist nicht jede/r gewachsen. So wirst du deine Semesterferien und Wochenenden häufig mit Lernen und Projektarbeiten verbringen. Doch dein Einsatz wird belohnt!

Warum lohnt sich ein duales Studium?

Reicht es nicht, nur zu studieren oder nur eine Ausbildung zu machen? Doppelt so viel Stress wie meine Kommilitonen – wozu das Ganze, fragst du dich? Die Antwort ist klar: Während deine Mitstudierenden nur theoretisches Wissen in der Hochschule erlangen, arbeitest du bereits praktisch in dem entsprechenden Beruf. Das verschafft dir nicht nur einen Vorsprung im Lebenslauf, sondern du knüpfst auch bereits Kontakte in der Branche und hast einen Fuß in der Arbeitswelt. So ist es auch kein Geheimnis, dass die meisten Unternehmen ihre dual Studierenden danach übernehmen. Hast du also einen dualen Studienplatz ergattert, kannst du dir fast sicher sein, dass du auch bereits deinen ersten Job nach dem Studium in der Tasche hast - es gibt also einige Vorteile.

Durch die Doppelbelastung hast du keine Zeit, neben deinem Studium noch einen Nebenjob zu machen, wie es vielleicht einige deiner Freunde tun, um sich ihr Studium zu finanzieren. Aber keine Sorge: Neben einigen Finanzierungshilfen vom Staat oder einem Stipendium, hast du auch noch andere Einnahmequellen. So werden deine praktischen Phasen, in denen du im Unternehmen arbeitest, vergütet. Machst du eine Ausbildung während deines dualen Studiums, steigert sich dein Gehalt meist sogar von Ausbildungsjahr zu Ausbildungsjahr. Wie hoch dieses ausfällt, hängt von deiner Studienwahl, deinem Ausbildungsberuf und deinem Unternehmen ab. Einige Unternehmen übernehmen auch die Studiengebühren für ihre dual Studierenden, sollten diese anfallen.

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