Teilzeitausbildung.

Teilzeitausbildung.

Wenn für dich eine Ausbildung in Vollzeit nicht in Frage kommt, weil du zum Beispiel alleinerziehend bist oder einen Angehörigen pflegst, kannst du eine Teilzeitausbildung in Betracht ziehen. Diese Möglichkeit besteht seit Kurzem für alle angehenden Azubis, so lange der Ausbildungsbetrieb einverstanden ist. Azubi.de informiert dich über dieses Ausbildungsmodell und zeigt dir, wie auch du deine Ausbildung in Teilzeit absolvieren kannst.

Was ist eine Teilzeitausbildung?

Kinder, pflegebedürftige Angehörige, Behinderung – es gibt immer Gründe, warum es schwierig ist, eine Ausbildung anzufangen. Damit du aber trotzdem erfolgreich an einer dualen Ausbildung teilnehmen kannst, gibt es die Variante der Teilzeitausbildung. Diese Form der Ausbildung ist fest im Berufsbildungsgesetz verankert.

Seit 2019 gibt es erweiterte Möglichkeiten der Teilzeitberufsausbildung: Es gilt weiterhin, dass sich Ausbildende und Auszubildende einig sein müssen. Bisher war die Möglichkeit der Verkürzung aber vor allem Menschen mit sehr guten Noten vorbehalten. Nun soll die Verkürzung eine Option für alle werden. So können auch Menschen mit Behinderung, Lernbeeinträchtigte, Geflüchtete oder all diejenigen, die nebenher noch arbeiten müssen, eine Ausbildung in Teilzeit absolvieren.

Varianten der Teilzeitausbildung.

In einer Teilzeitausbildung absolvierst du zwischen 20 und 40 Wochenstunden. Während der Berufsschulunterricht zu den normalen Zeiten stattfindet, sprichst du mit deinem Ausbilder individuell ab, wann du die Arbeitsstunden ableistest. Du hast folgende Möglichkeiten:

  • Teilzeit ohne Verlängerung der Ausbildungszeit: Damit sich die Ausbildungsdauer nicht verändert, musst du mindestens 25 Stunden pro Woche (inklusive Berufsschule) im Unternehmen verbringen.

  • Teilzeit mit Verlängerung der Ausbildungszeit: Hier arbeitest du mindestens 20 Stunden die Woche (inklusive der Berufsschule). Die Ausbildungsgesamtdauer verlängert sich dann circa um ein halbes Jahr.

Wie beantragt man eine Teilzeitausbildung?

Hast du dich mit deinem Ausbildungsbetrieb auf eine Ausbildung in Teilzeit geeinigt, müsst ihr gemeinsam bei der zuständigen Handwerks-, Industrie- oder Landwirtschaftskammer einen Antrag stellen. Dieser muss schriftlich eingereicht werden. Alle weiteren Vereinbarungen, wie zum Beispiel deine wöchentliche Arbeitszeit, haltet ihr im Ausbildungsvertrag fest.

Finanzielle Möglichkeiten.

Eine Ausbildung in Teilzeit bedeutet keine finanzielle Unterstützung? Das ist natürlich Quatsch. So kannst du auch als Teilzeitazubi einen Antrag auf Berufsausbildungsbeihilfe stellen. Bist du bereits Mama oder Papa, erhältst du monatlich Kindergeld von der Familienkasse.

Vorteile einer Teilzeitausbildung.

  • Du kannst die Ausbildung mit der Familie vereinbaren.

  • Du kannst nebenbei noch einem Job nachgehen.

  • Hast du deine Ausbildung beispielsweise durch Elternzeit unterbrechen müssen, kannst du sie danach in Teilzeit fortsetzen.

  • Die Chancengleichheit wird gewahrt.

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