Ausbildung mit Tieren: Mach dein Hobby zum Beruf.

Ausbildung mit Tieren: Mach dein Hobby zum Beruf.

Du bist mit Tieren aufgewachsen oder hast dir immer ein eigenes Haustier gewünscht? Schon als Kind wolltest du Tierpfleger, Reitlehrer oder Zirkusdompteur werden – Hauptsache was mit Tieren? Gute Nachrichten: es gibt unzählige Möglichkeiten, im Rahmen deiner Ausbildung mit Tieren zu arbeiten. Welche Ausbildungsberufe hier in Frage kommen, welche Tätigkeiten dazu gehören und wie hoch dein Ausbildungsgehalt dabei ist, verraten wir dir hier.

Ausbildung mit Tieren: Mach dein Hobby zum Beruf.

Du bist mit Tieren aufgewachsen oder hast dir immer ein eigenes Haustier gewünscht? Schon als Kind wolltest du Tierpfleger, Reitlehrer oder Zirkusdompteur werden – Hauptsache was mit Tieren? Gute Nachrichten: es gibt unzählige Möglichkeiten, im Rahmen deiner Ausbildung mit Tieren zu arbeiten. Welche Ausbildungsberufe hier in Frage kommen, welche Tätigkeiten dazu gehören und wie hoch dein Ausbildungsgehalt dabei ist, verraten wir dir hier.

Ausbildungsart, Ausbildungsort und Voraussetzungen.

Eine Ausbildung mit Tieren kannst du in der Regel mit allen Schulabschlüssen beginnen. Oft ist ein Realschulabschluss als Voraussetzung gewünscht, aber auch mit einem Hauptschulabschluss kannst du dich bewerben. Von Vorteil ist auch, wenn du in der Schule gut in Biologie warst – auf dieses Wissen baust du dann nämlich auf. Am wichtigsten ist aber natürlich, dass du auch ein gewisses Verständnis für den Umgang mit Tieren mitbringst... logisch!

Du kannst zwischen ganz verschiedenen Ausbildungsarten wählen, die auch in der Ausbildungsdauer variieren und an unterschiedlichen Ausbildungsorten absolviert werden können. Auch ein duales Studium könnte für dich in Frage kommen, wenn du die Arbeit mit Tieren liebst.

Landwirtschaftlich-technische/r
Assistent/in
Tierwirt/in
Ausbildungsart schulische Ausbildung duale Ausbildung
Ausbildungsort Berufsschule Berufsschule + Betrieb
Ausbildungsdauer 2 Jahre 3 Jahre

Liste aller Ausbildungsberufe mit Tieren.

Für eine Übersicht haben wir beispielhaft die wichtigsten Ausbildungsberufe mit Tieren herausgesucht:

Im Folgenden sind die Ausbildungsberufe mit Tieren noch einmal nach Berufsbereich sortiert und die Tätigkeitsbereiche genauer beschrieben. Falls du vorab testen willst, welcher Beruf am besten zu dir passt, dann mach unseren Karrierecheck!

Ausbildungen im Agrarbereich.

In der Landwirtschaft fehlt der Nachwuchs, obwohl es hier vielseitige und abwechslungsreiche Beruf zu entdecken gibt. Als Auszubildender im landwirtschaftlichen Bereich kannst du in die vielfältigsten Berufsfelder einsteigen. Die Aufgaben sind vielseitig, du bist oft an der frischen Luft und die harte, körperliche Arbeit wurde längst durch den Einsatz modernster Maschinen vereinfacht. Und das allerbeste daran: Du arbeitest mit Tieren zusammen.

Landwirt/in
Bei der Ausbildung zum/zur Landwirt/in zählen beispielsweise die Milchviehhaltung, Rinderzucht, Legehennenhaltung oder Geflügelmast zu deinen Aufgabengebieten. Außerdem lernst du, betriebliche Abläufe und wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen.

Tierwirt/in
Beim Beruf des/der Tierwirt/in steht die Gesundheit und Hygiene der Nutztiere im Vordergrund. Als Tierwirt kannst du außerdem in den Bereich Imkerei einsteigen.

Landwirtschaftlich-technische/r Assistenten/in
Hier wird es etwas wissenschaftlicher. Als Landwirtschaftlich-technischer Assistent/in führst innerhalb deiner Ausbildung Untersuchungen und Versuche durch, die sich mit Tieren, Pflanzen, Lebensmitteln und der Umwelt beschäftigen und wertest auch deren Ergebnisse aus.

Duales Studium Agrarmanagement
Wenn dir das noch nicht umfassend genug ist, kommt vielleicht ein Duales Studium im Agrarmanagement in Frage? Hier lernst du agrarwissenschaftliche Grundlagen und setzt das Wissen direkt in einen betriebswirtschaftlichen Kontext. Du lernst die Landwirtschaft als großes Ganzes mit all seinen politischen, wirtschaftlichen und technischen Hintergründen und Zielen kennen.

Tiermedizinische Ausbildungen.

Tiermedizinische/r Fachangestellte/r
In einer Tierarztpraxis zu arbeiten, das war schon als kleines Kind dein Traumberuf? Dann solltest du eine Ausbildung zum/zur Tiermedizinischen Fachangestellten, früher bekannt als Tierarzthelfer/in, beginnen! Hier bist du in Tierarztpraxen, Tierkliniken, Tierheimen oder veterinärmedizinischen Instituten tätig. Du kümmerst dich um die Betreuung von Hund, Katze, Maus und Co., unterstützt den Tierarzt bei der Behandlung und organisierst zudem den Ablauf in der Praxis sowie den Medikamentenvorrat.

Tierpfleger/in
Bei der Ausbildung zum/zur Tierpfleger/in geht es darum, Tiere zu füttern, zu pflegen, zu beobachten und natürlich auch deren Ställe zu reinigen. Dabei könnte dein Arbeitsplatz im Zoo, im Tierheim bzw. einer Tierpension oder in der Forschung oder einer Klinik sein. In diesem Beruf bist du wirklich den ganzen Tag von Tieren umgeben und kennst deine Schützlinge in- und auswendig.

Öffentlicher Dienst.

Polizeivollzugsbeamten/in im mittleren Dienst
Für viele ein Traum: im Beruf mit Tieren arbeiten und dazu noch im öffentlichen Dienst tätig sein. So kannst du eine Ausbildung zum/zur Polizeivollzugsbeamten/in im mittleren Dienst machen und in der Hundestaffel den spannenden Alltag bei der Polizei mit einem vierbeinigen Partner durchlaufen. Hier wird der Fokus auf die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier gelegt – und die muss perfekt aufeinander abgestimmt sein. Vor allem brauchst du hier eine ruhige und bestimmte Persönlichkeit. Auch körperliche Fitness ist eine Voraussetzung.

Zollbeamter/in im mittleren Dienst
Auch als Zollbeamter/in im mittleren Dienst hast du die Möglichkeit, mit Hunden zusammenzuarbeiten. Dafür musst du nach deiner regulären Ausbildung dann noch eine Weiterbildung zum/zur Hundeführer/in machen. Spürhunde unterstützen die Mitarbeiter beim Zoll, indem sie beispielsweise Tabak, Drogen oder sogar Bargeld erschnüffeln. Hundeführer wirst du allerdings nicht über Nacht, es werden hohe Anforderungen an dich gestellt. Aber immerhin wird dir auch ein Lebewesen anvertraut, mit dem du gemeinsam den Alltag meisterst.

Weitere Berufe mit Tieren.

Doch es gibt noch viele andere Berufsgruppen, bei denen du mit Tieren arbeitest. Wenn du dich auf bestimmte Tierarten spezialisieren möchtest, kannst du z. B. einen Ausbildungsberuf erlernen, der sich auf eine Tiergruppe beschränkt.

Pferdewirt/in
Hing dein Zimmer seit du denken kannst mit Pferdepostern voll, könnte eine Ausbildung zum/zur Pferdewirt/in genau das Richtige für dich sein. Du bist dafür verantwortlich, die Pferde zu füttern und zu pflegen, sie zu bewegen und zu trainieren, zu züchten und zu dressieren. Hier kannst du zwischen fünf Fachrichtungen wählen:

  • Pferdehaltung und Service
  • Klassische Reitausbildung
  • Spezialreitwesen
  • Pferdezucht
  • Pferderennen

Eine Weiterbildung kannst du dann noch zum/zur Hufschmied/in machen. Hier verbindest du deine Pferdeliebe mit einer Leidenschaft fürs Handwerk und musst genauso stark und fit wie einfühlsam gegenüber den Tieren sein.

Revierjäger/in
Wer denkt, ein/e Revierjäger/in würde lediglich Tiere erschießen, der liegt komplett falsch. Bei der Arbeit geht es eher darum, den Bestand an Wildtieren im Wald zu pflegen. Du hast die Aufsicht über dein Revier und schützt es, indem du Naturschutzflächen anlegst, Bäume pflanzt oder Brut- und Futterstellen baust.

Forstwirt/in
Als Forstwirt/in hingegen, hast du zwar eher mit den Bäumen als mit den Tieren zu tun, aber du pflegst und schützt Waldflächen und sicherst damit den Waldbewohnern ihren Lebensraum.

Fischwirt/in
Mit einer Ausbildung zum/zur Fischwirt/in lernst du, professionell Fische zu fangen, zu züchten und für den Verkauf zu verarbeiten. Hier kannst du dich auf die Schwerpunkte Aquakultur und Binnenfischerei von Süßwasserfischen oder die Kleine Hochsee- und Küstenfischerei von Salzwasserfischen spezialisieren.

Ausbildungen im Labor.

Selbst wenn es dir nicht als allererstes in den Sinn kommt, aber auch im Labor ist die Arbeit mit Tieren möglich.

Biologisch-technische/r Assistent/in
Als Biologisch-technische/r Assistent/in bist du beispielsweise im Bereich der Biochemie, Mikrobiologie, Botanik, Zoologie oder auch die Medizin tätig. Du unterstützt Naturwissenschaftler bei der Durchführung und Auswertung ihrer Experimente, baust Versuchsanordnungen auf und stellst alle benötigten Chemikalien bereit. Du hast also eher mit den kleinsten aller Tiere und Pflanzen, nämlich Zellkulturen und Mikroorganismen, zu tun. Zum Teil pflegst und kümmerst du dich aber auch um die Versuchstiere, beispielsweise die Labormäuse.

Veterinärmedizinisch-technische/r Assistent/in
Als Veterinärmedizinisch-technische/r Assistent/in führst du Laboruntersuchungen in der Tiermedizin durch und verhinderst damit beispielsweise die Übertragung von Krankheiten von Tieren auf Menschen. Hier arbeitest du allerdings nicht mit den Tieren selbst, sondern untersuchst eher ihre Körperflüssigkeiten oder Gewebeproben. Die Faszination für die Tierwelt ist natürlich trotzdem eine gute Voraussetzung für diesen Job.

Nicht geschützte Berufsbezeichnungen.

Einige Ausbildungsberufe im Bereich der Tierpflege sind staatlich nicht anerkannte Ausbildungsberufe. Das mag vielleicht illegal klingen, ist es aber ganz und gar nicht. Vielleicht handelt es sich um ein neues Berufsfeld, was vom Berufsbildungsgesetz (BBiG) noch nicht anerkannt wurde. Oder das Berufsfeld ist so speziell, dass kein anerkannter Ausbildungsberuf dafür existiert. Bei dieser Art der Ausbildung bringen dir deine Kollegen das nötige Know-how bei, aber im Unterschied zu einer anerkannten Ausbildung hast du keinen Unterricht an einer Berufsschule. Eventuell wirst du aber von deinem Ausbildungsbetrieb zu Schulungen oder Seminaren geschickt, um dein Wissen zu vertiefen.

Zu den nicht geschützten Berufsbezeichnungen gehört beispielsweise der/die Hundetrainer/in. In diesem Job trainierst du, wie der Name schon sagt, die Vierbeiner und sorgst für ein harmonisches Miteinander zwischen Hund und Herrchen bzw. Frauchen. Als Hundefriseur/in, oder genereller auch als Heimtierpfleger/in, sorgst du dafür, dass die Haustiere deiner Kunden von Kopf bis Pfoten gut gepflegt sind. Als Tierheilpraktiker/in behandelst du Krankheiten mithilfe von alternativen Heilmethoden bzw. beugst diesen erfolgreich vor.

Wenn du zusätzlich zu deiner Tierliebe auch noch eine Leidenschaft fürs Fotografieren hast, könnte Tierfotograf/in dein Traumberuf sein. Auch hierfür gibt es keine spezielle Ausbildung, sondern du wirst zum/zur Fotografen/in ausgebildet und spezialisierst dich dann auf die Tierfotografie.

! TIPP

Falls unter all diesen Ausbildungsmöglichkeiten nichts für dich dabei war, kannst du auch überlegen, eine Ausbildung in einer ganz anderen Richtung zu machen und nur im Nebenjob als Tierbetreuer/in zu arbeiten, mit dem Nachbarshund Gassi zu gehen oder dir gar mit Katzensitting ein paar Euro dazuzuverdienen.

Gehalt in der Ausbildung.

Da die verschiedenen Ausbildungen entweder dual oder rein schulisch sind, variiert auch deine Ausbildungsvergütung. Diese ist nämlich von Ausbildungsbetrieb zu Ausbildungsbetrieb unterschiedlich und rein schulische Ausbildungen sind sogar komplett unbezahlt. Hier ein paar Beispiele:

Ausbildungsberuf Ausbildungsgehalt
Revierjäger/in hoch (> 1.000 €)
Tiermedizinische/r Fachangestellte/r mittel (> 700 €)
Biologisch-technische/r
Assistent/in
ohne

Wenn du keine Ausbildungsvergütung bekommst, kannst du allerdings Wohngeld, Kindergeld oder BAföG beantragen, um deine Ausbildung zu finanzieren.

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