Alle Ausbildungsarten im Überblick
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Alle Ausbildungsarten im Überblick

Einjährige Ausbildung

Die meisten Ausbildungen dauern zwischen zwei und vier Jahren. Es gibt aber auch Ausbildungen, bei denen man innerhalb eines Jahres einen Abschluss erwerben und anschließend ins Berufsleben starten kann. Diese Ausbildungen werden einjährige Ausbildung genannt. Einjährige Ausbildungen finden sich im Bereich der Pflege, im Kosmetikbereich oder beim Militär.

Wenn du schnell im Berufsleben durchstarten und dein erstes eigenes Geld verdienen möchtest oder auch einfach keine Lust mehr hast, noch länger die Schulbank zu drücken, kann eine einjährige Ausbildung eine Alternative für dich im Gegensatz zu anderen Ausbildungsformen sein. So dauert die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in zum Beispiel drei Jahre, während die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in nur ein Jahr dauert.

Merkst du nach deiner einjährigen Berufsausbildung und ein paar Jahren Berufserfahrung, dass du weiter die Karriereleiter aufsteigen und mehr Verantwortung in deinem Beruf übernehmen möchtest, kannst du dich nach jeder einjährigen Ausbildung weiterbilden oder spezialisieren.

Weitere Informationen und einen Überblick über alle einjährigen Ausbildungen findest du auch in unserem Tipp zur einjährigen Ausbildung.

Schulische Ausbildung

Eine andere Form der Ausbildung ist die schulische Ausbildung. Diese findet im Gegensatz zur dualen Ausbildung ausschließlich an einer Berufsfachschule statt und wird deswegen auch vollschulische Ausbildung genannt. Gerade im technischen Bereich und im Gesundheits- und Sozialwesen sind schulische Ausbildungen sehr verbreitet.

Nach deinem Schulabschluss, zum Beispiel mit einem Realschul- oder Hauptschulabschluss, kannst du dich bei den einzelnen Berufsfachschulen für eine Ausbildung bewerben. Aufpassen jedoch: Die Fristen sind oft sehr streng geregelt, weswegen gilt: Frühzeitig erkundigen! Dann geht es für dich ähnlich wie in der Schule weiter. Der Unterschied ist jedoch, dass du neben Fächern wie Mathe, Deutsch und Englisch nun auch relevante Ausbildungsfächer hast. In der Ausbildung zum/zur Krankenpfleger/in bekommst du zum Beispiel das richtige Betten und Waschen von Patienten beigebracht, während in deiner Ausbildung zum/zur Informatik-Assistent/in das Fach Programmieren auf deinem Stundenplan steht.

Da du im Gegensatz zu einer dualen Ausbildung noch nicht in einem Betrieb mitarbeitest, verdienst du während deiner schulischen Ausbildung noch kein Geld. Manche Berufsfachschulen verlangen sogar Schulgebühren. Praktische Erfahrungen in deinem Beruf erwirbst du meist während einem Praktikum oder mehreren Praktika. Nach ein bis dreieinhalb Jahren erwirbst du mit der Abschlussprüfung einen vollwertigen Berufsabschluss. Manche Berufsfachschulen bieten auch an, dass du neben deiner Ausbildung einen weiterführenden Schulabschluss, zum Beispiel das Abitur, absolvierst. Dadurch kannst du nach deiner Ausbildung auch ein Studium aufnehmen.

Weitere Informationen zur schulischen Ausbildung findest du auch in unserem Tipp zur schulischen Ausbildung.

Ausbildungsangebote für eine schulische Ausbildung findest du hier.

Assistierte Ausbildung

Die assistierte Ausbildung richtet sich besonders an junge Leute, die keinen Abschluss, schlechte Noten oder Sprachschwierigkeiten haben und deswegen nur schwer einen Ausbildungsplatz erhalten. Auch für Jugendliche, die sozial benachteiligt oder stark familiär eingebunden sind, bietet die assistierende Ausbildung eine unterstützende Möglichkeit, in der Berufswelt Fuß zu fassen.

Die assistierte Ausbildung ist hierbei wie eine duale Ausbildung aufgebaut, das heißt mit Phasen in einer Berufsfachschule und in einem Ausbildungsbetrieb. Die Besonderheit ist bei dieser Ausbildung jedoch, dass du vorher durch eine ausbildungsvorbereitende Phase unterstützt wirst. Diese dauert maximal sechs Monate und es soll herausgefunden werden, welche die richtige Ausbildung für dich ist. Anschließend wird dir bei der Bewerbung für die Ausbildung bei verschiedenen Unternehmen geholfen. Hast du eine Ausbildung bekommen, wirst du jedoch nicht alleine gelassen. Du, dein Ausbildungsbetrieb und die Bundesagentur für Arbeit arbeiten eng zusammen, um dich individuell zu fördern und bei möglichen Problemen in der Ausbildung zu helfen. Hierfür ist es jedoch wichtig, dass auch du bereit bist, dir helfen zu lassen und das Programm unterstützt. Ziel ist es, dass du nach deiner Ausbildung in der Arbeitswelt Schritt fasst.

Weitere Informationen zur assistierten Ausbildung findest du auch in unserem Tipp zur assistierten Ausbildung.

Duale Ausbildung

Mehr als die Hälfte der Auszubildenden in Deutschland absolvieren eine duale Ausbildung. Bei dieser wechseln sich Theoriephasen in einer Berufsfachschule mit ersten Praxiserfahrungen in einem Ausbildungsbetrieb ab. Weil du damit nicht nur in der Schule ausgebildet wirst, sondern dein erlerntes Wissen gleich schon anwenden kannst und zusätzlich erstes eigenes Geld verdienst, ist diese Ausbildungsart sehr beliebt. Anders als bei einem Studium zum Beispiel, wirst du in einer Ausbildung von Grund auf in deine Aufgaben eingearbeitet und dir steht immer ein Ansprechpartner oder ein Mentor bei Fragen zur Seite.

Bevor du eine duale Ausbildung beginnst, musst du dich zum Ende deiner Schulausbildung oder nach dieser bei einem Unternehmen bewerben, welches die Ausbildung anbietet. Hierbei ist es wichtig, dass du dir die Kriterien genau anschaust, die für die Ausbildung verlangt werden. Unter Berufe kannst du auf AZUBI.DE deinen Ausbildungsberuf suchen und dir die Anforderungen anschauen, die für eine bestimmte Ausbildung vorausgesetzt werden. In den einzelnen Stellenanzeigen sagen die Ausbildungsbetriebe auch noch einmal genau, welche Vorstellung sie von ihren Bewerbern haben – das können manchmal auch ein bestimmter Notendurchschnitt oder sehr gute Noten in spezifischen Fächern sein.

Die Ausbildungsdauer kann zwischen zwei und dreieinhalb Jahren betragen. Wenn du sehr gute schulische Noten oder schon Berufserfahrung hast, kann die Ausbildung verkürzt werden. Auch verdienst du in einer dualen Ausbildung schon dein erstes eigenes Gehalt. Die Höhe steigert sich dabei von Ausbildungsjahr zu Ausbildungsjahr und ist von deinem Ausbildungsberuf, der Branche und deinem Ausbildungsunternehmen abhängig. Mit einer Abschlussprüfung schließt du deine duale Ausbildung ab. Hast du in dieser gut abgeschnitten und war dein Ausbildungsbetrieb zufrieden mit dir, hast du gute Chancen anschließend fest angestellt zu werden.

Weitere Informationen zur dualen Ausbildung findest du auch in unserem Tipp zur dualen Ausbildung.

Du weißt schon längst, welche duale Ausbildung du machen willst? Dann finde hier passende Stellen.

Doppelt qualifizierende Erstausbildung

Die doppelt qualifizierende Erstausbildung wird oft auch Abiturientenausbildung genannt, da sie sich an Absolventen mit einem Abitur oder Fachabitur richtet. Aufgebaut ist die doppelt qualifizierende Erstausbildung ähnlich wie eine duale Ausbildung – also mit Theoriephasen in einer Berufsfachschule und Praxisphasen in einem Ausbildungsbetrieb. Zusätzlich wird jedoch noch eine Schule der Industrie- und Handelskammer (IHK) besucht, um während der Ausbildung bereits eine Zusatzqualifikation zu erwerben. Am Ende deiner Ausbildung erwirbst du damit einen Doppelabschluss, nämlich einen berufsqualifizierenden Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf sowie den Abschluss in deiner Zusatzqualifikation.

Da die Ausbildung durch die zusätzliche Weiterbildung sehr zeitintensiv ist, solltest du Ehrgeiz und Disziplin mitbringen. Nach deinem Abschluss hast du jedoch sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt und kannst in deinem Unternehmen schnell verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen. Jedoch gibt es nur eine Handvoll Ausbildungen, die sich zu der doppelt qualifizierenden Erstausbildung zählen. Welche das sind sowie weitere Informationen findest du auch in unserem Tipp zur doppelt qualifizierenden Erstausbildung.

Duales Studium

Eine weitere Möglichkeit für Absolventen mit Abitur oder Fachabitur kann auch das duale Studium sein. In der ausbildungsintegrierten Variante absolviert man eine Ausbildung in einem Unternehmen und studiert parallel an einer Hochschule oder Akademie. Der Vorteil ist, dass man nicht nur ein rein theoretisches Studium hat, sondern gleichzeitig auch wertvolles Praxiswissen mitnimmt. Auch hat man am Ende seiner Ausbildung zwei Abschlüsse in der Hand, nämlich einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf sowie ein themenrelevantes Studium mit Bachelorabschluss.

In Deutschland werden rund 1.500 duale Studiengänge angeboten, vorwiegend in den Fachrichtungen Wirtschaft, Technik und Sozialwesen. Möchtest du ein duales Studium absolvieren, solltest du dich frühzeitig bewerben, da die Fristen oftmals schon ein Jahr im voraus enden. Bewerbungen gehen hierbei an das Unternehmen, welches ein duales Studium für deinen Bereich anbietet. War deine Bewerbung erfolgreich, bekommst du auch einen Studienplatz. Die Studiengebühren übernimmt hierbei dein Ausbildungsbetrieb für dich – zusätzlich verdienst du während deiner Ausbildung schon dein erstes Gehalt. Dennoch ist es wichtig, Disziplin, Interesse und Ehrgeiz mitzubringen. Nach deinem dualen Studium hast du sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt und kannst in deinem Unternehmen schnell eigenverantwortliche Aufgaben übernehmen.

Weitere Informationen zum dualen Studium erhälst du auch in unserem Tipp zum dualen Studium.

Das duale Studium ist dein Ding? Finde hier passende duale Studienplätze.

Übersicht

Hier findest du eine Zusammenfassung der verschiedenen Ausbildungsarten sowie deren Unterschiede als praktischen Download:

Übersicht verschiedene Ausbildungsarten

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